Essen

Clan-Prozess in Essen: Großeinsatz! Schon wieder Eskalation im Gerichtsgebäude – DAS fordert jetzt die Staatsanwaltschaft

Clan-Fehde in Essen: Eine Chronologie

Prozess um einen hinterhältigen Schulhof-Angriff in Altendorf, der einen Clan-Clinch auslöste.

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Essen. Schon wieder Ärger beim Clan-Prozess am Amtsgericht in Essen!

Nachdem es am Montag zu Tumulten im Gerichtssaal gekommen war und mehrere Clan-Angehörige aufeinander losgingen, ging es auch am fünften Verhandlungstag in Essen der brutalen Schulhof-Schlägerei zur Sache!

Clan-Prozess in Essen: Wieder Tumulte im Gerichtsgebäude

Erneut soll der Bruder des Opfers aus der Rammo-Familie mit beteiligt gewesen sein. Auslöser war nach DER WESTEN-Informationen offenbar ein Streit um ein Sitzplatz im Gerichtssaal. Die Mutter des Mädchens, das als Lockvogel das Prügel-Opfer auf den Schulhof in Altendorf lockte, soll dabei weggedrängt worden sein.

Es kam wiederholt zu Tumulten und Schubsereien, Polizei und Justizbeamte mussten einschreiten. Dabei war die Polizei mit einer Hundertschaft vor Ort. Große Gruppen von Beamten besetzten die Gänge des Gerichtsgebäudes.

Laut Gerichtssprecher Michael Schütz wurden auch zwei Personen dem Gericht verwiesen. Eine Frau verließ freiwillig das Gebäude. Der Prozess wurde nach einer Unterbrechung fortgesetzt.

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Anwälte stellen Beweisanträge

Bevor es zu den Plädoyers kam, lehnte die Richterin die Beweisanträge zweier Anwälte ab. Sie hatten gefordert, dass eine Freundin des Mädchens, das das Opfer auf den Schulhof gelockt hatte, als Zeugin vor Gericht geladen wird.

Denn diese hat in der polizeilichen Vernehmung im August über den Lockvogel, die Schwester des Angeklagten Kahlid A.s, gesagt, dass sie die Prügelei vorgeschlagen hat. So soll auch sie diejenige gewesen sein, die angeboten hat, Mohamed R. schließlich auf den Schulhof zu locken.

Die Staatsanwaltschaft begründete die Ablehnung der Beweisanträge damit, dass die Aussagen der Freundin „nicht entscheidungserheblich“ seien.

Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen bis 3,5 Jahre

Staatsanwaltschaft und einige Verteidiger haben anschließend ihre Plädoyers gehalten. Demnach fordert Staatsanwältin Franca Bandorski bei allen acht Angeklagten eine Jugendstrafe - zwischen zehn Monaten und 3,5 Jahren Gefängnis.

Lediglich ein Angeklagter soll seine Strafe auf Bewährung bekommen. Dazu soll er 100 Arbeitsstunden leisten. Bei dem jüngsten Angeklagten Enrico K., der die schockierende Tat gefilmt haben soll, fordert die Staatsanwaltschaft vier Wochen Dauerarrest und 80 Arbeitsstunden.

Die Staatsanwaltschaft sprach von einer „besonderen kriminellen Energie“ und bezeichnete die Prügelattacke als „sehr gefährlich“. Für sie ist klar, dass die brutale Tat „gemeinschaftlich“ geplant wurde und alle acht Angeklagten dabei waren.

Anwälte gegen Bewährungsstrafen

Nur drei der Verteidiger hielten daraufhin am Freitag ihre Plädoyers. Sie forderten, dass die Strafen ihrer Mandanten auf Bewährung ausgesetzt werden. Schließlich hätten sie bereits eine mehrmonatige U-Haft hinter sich und wollten ihrem Leben nun einen neuen Anfang setzen.

Ein Urteil soll am nächsten Donnerstag gesprochen werden. (mit ms)

 
 

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