Essen

Clan-Eskalation in Essen: Acht Angreifer prügeln auf jungen Mann (18) ein – Vater nimmt Rache

Clan-Fehde in Essen: Eine Chronologie

Prozess um einen hinterhältigen Schulhof-Angriff in Altendorf, der einen Clan-Clinch auslöste.

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Essen. Diese Gewaltorgie ist an Brutalität kaum zu überbieten!

Am 4. Juni lockt ein Mädchen einen jungen Mann (18) auf einem Schulhof in Essen-Altendorf in eine Falle. Statt des Mädchens, mit dem der junge Mann vorher geschrieben hatte und das nach DER WESTEN-Informationen mit einem Jugendlichen einer anderen bekannten libanesischen Großfamilie zusammen war, erwarten ihn dort acht junge Männer. Einige von ihnen Mitglieder einer libanesischen Großfamilie.

Sie schlugen den 18-Jährigen brutal zusammen. Unfassbar: sie filmten ihre Tat auch. Das Video zeigt die ungehörige Gewaltbereitschaft der jungen Clan-Mitglieder.

Essen: Brutale Prügelei auf Schulhof vor Gericht

Es ist zu sehen, wie der junge Mann um Hilfe schreit und um Gnade fleht. Die Angreifer schlagen und treten auf ihn ein, zerren ihn über den Schulhof, beleidigen ihn immer wieder übel. Erst nachdem eine Zeugin die Polizei verständigt hatte, flüchten sie. Zurück bleibt der schwerverletzte 18-Jährige. Es soll sich dabei um den Sohn von Clan-Größe Jamal Rammo (45) handeln.

Acht Männer angeklagt

Am Freitag stehen die mutmaßlichen Angreifer vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts in Essen. Khalid A., Nico G., Ahmed M., Fadi S., Faissal K., Mohammad S., Matin J. und Enrico K. sollen den 18-Jährigen im Juni brutal verprügelt haben. Der Vorwurf: gefährliche Körperverletzung und Verletzung des höchst persönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. „Fünf der Männer aus Essen sitzen aktuell in U-Haft, drei sind auf freiem Fuß“, so eine Gerichtssprecherin gegenüber DER WESTEN.

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Der jüngste Tatverdächtige ist gerade einmal 16 Jahre alt, die weiteren Männer zwischen 18 und 21 Jahren.

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Doch Clan-Größe Jamal Rammo wollte offenbar nicht auf deutsches Recht vertrauen. Er suchte Rache. Am 1. Juli kommt es in der Beisingstraße zu einem Großeinsatz der Polizei. 30 Beamte müssen eine Auseinandersetzung zweier größerer Personengruppen beenden.

Clan-Größe in U-Haft

Rammo und weitere Clan-Mitglieder waren offenbar dort, um den Angriff auf seinen Sohn zu rächen. Dabei soll Rammo bewaffnet gewesen sein und sein Gefolge nach dem Angriff noch etwas geklaut haben. Ende November klickten bei einer Razzia in der Shisha-Bar „Chocolate“ die Handschellen. Jamal Rammo wurde festgenommen. Ein Haftrichter ordnete U-Haft an.

Der Vorwurf: gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung und schwerer Raub.

Messer und Baseballschläger sichergestellt

Noch im Juli waren Clan-Mitglieder aus ganz Deutschland angereist, um die Auseinandersetzung auf dem Altendorfer Schulhof in der Shishabar „Chocolate“ zu klären. Unter ihnen ist auch ein Friedensrichter, der an der deutschen Justiz vorbei Recht sprechen soll. Doch die Polizei bekommt Wind davon und kommt ihnen mit einem Großaufgebot zuvor. Ein Messer und ein Baseballschläger werden bei der Razzia sichergestellt. (>> hier alles zum Großeinsatz).

Doch laut „Bild“ soll es im Anschluss doch noch zu einem Clan-Frieden in Form einer Paralleljustiz gekommen sein. Auch eine Entschädigungszahlung sei geflossen. Ein Video mit Rammo und einem Vater einer der Angreifer dokumentiert den Frieden. Seitdem herrscht wieder Ruhe in der Szene.

Dennoch rüstet sich die Polizei mit einem Großaufgebot für den Clan-Prozess am Freitag. (ms)

 
 

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