Chile wird ein Abenteuer

Ein bisschen aufgeregt sind sie natürlich schon - die beiden Schülerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums wissen nicht so ganz genau, was sie erwartet. Doch auf der anderen Seite freuen sich Julia Wirth (15) und Lea Stadtkowitz (14) auch auf das bevorstehende Abenteuer, das sie im August nach Chile führen wird.

Das genaue Ziel ihrer langen Flugreise heißt Viña del Mar und ist mit knapp 300 000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes.

Seit dem vergangenen Schuljahr belegen die beiden Neuntklässlerinnen Spanisch und hoffen, mit dieser Reise ihre Sprachkenntnisse erheblich ausbauen zu können.

Als das Angebot für den dreimonatigen Schüleraustausch kam, griffen sie - ohne lang zu überlegen - sofort zu, obwohl ihre Eltern und auch die Freunde nicht sehr begeistert waren: „Ich war noch nie so lange weg, und Südamerika ist ja irgendwie schon sehr exotisch“, sagt Julia. Aber gerade die Exotik und die Ferne reizen sie dann doch ganz besonders.

Doch schon im Vorfeld stellen sich eine Menge Fragen. Wie wird wohl das Essen schmecken? Wie leben dort die Menschen? Die beiden Kettwigerinnen können es nicht erwarten, das alles selbst zu erfahren - natürlich haben sie sich schon im Vorfeld umfassend informiert, aber dies alles selbst zu erfahren ist schon eine ganz andere Situation. Angst vor Kommunikationsschwierigkeiten gibt es keine: „Zur Not kann man sich immer mit Händen und Füßen verständigen“, sagt Julia selbstbewusst.

Da die Partnerschule in Viña del Mar bilingual ist - dort wird in deutscher und spanischer Sprache unterrichtet - , wird der ein oder andere chilenische Mitschüler auch problemlos als Dolmetscher einspringen können, sollte es doch mit dem gegenseitigen Verständnis nicht so gut klappen. Die Schule in Viña del Mar heißt Valparaíso. Sie ist eine private Einrichtung und wird vor allem von Kindern und Jugendlichen besucht, deren Eltern der gehobenen Mittel- und Oberschicht angehören.

Wohnen werden Julia und Lea bei Gastfamilien, um die Sitten und Gebräuche in dem südamerikanischen Land hautnah zu erleben. Um auch die deutsche Lebensart kennenzulernen, wird Leas Gastschwester über Weihnachten für drei Monate in Kettwig wohnen und das Gymnasium an der Hauptstraße besuchen.

 
 

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