„Chance hoch zwei“ erhält Landesauszeichnung

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zeichnet das Projekt „Chance hoch zwei“ – Programm für Bildungsaufsteiger an der Universität Duisburg-Essen als „Ort des Fortschritts“ aus. Das Land fördert so Initiativen, die Lösungsbeiträge zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen liefern.

„Chance hoch zwei“ bietet Nichtakademiker-Kindern mit und ohne Migrationshintergrund eine begleitende Förderung vom Ende der Sekundarstufe I bis zum Hochschulabschluss. Jährlich werden 25 Schülerinnen und Schüler mit Talent und Potenzial aus der 9. und 10. Klasse nach einem Auswahlverfahren an Projektschulen in das Programm aufgenommen und über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren bis zum ersten Studienabschluss begleitet. „Wenn von 100 Akademikerkindern drei Viertel ein Hochschulstudium aufnehmen, von 100 Kindern, deren Eltern keine Akademiker sind, aber nur ein Viertel, dann können wir das nicht mit mangelnder Intelligenz erklären“, sagte Svenja Schulze. Auf dem Weg bis zum Schulabschluss bleibe viel Potenzial ungenutzt, weil einfach die Unterstützung fehle.

Das Projekt setzt im Vergleich zu anderen Programmen bereits früh in der Bildungskarriere bei der Förderung begabter junger Menschen an. Es berücksichtigt auch regionale Besonderheiten: Im Vergleich zu anderen Universitäten ist der Anteil der Studierenden mit Migrationshintergrund und aus ökonomisch schwachen Verhältnissen an der Uni Duisburg-Essen überdurchschnittlich hoch.

Vier Themen stehen im Fokus der Förderung: Sprach- und Lernkompetenz, Fähigkeit zu einer sinnvollen Studienwahl, Erwerben erster Fachkompetenzen. Schließlich gibt es ein so genanntes Mentoring mit festen Ansprechpartnern: Studierende der Universität betreuen dauerhaft die Stipendiaten in Kleingruppen. Sie zeigen ihnen die Universität und berichten, wie sie selbst durch das Abitur zum Studium gekommen sind. A

Hinzu kommt eine finanzielle Förderung in Form eines Bildungsgeldes von 50 Euro monatlich. Schüler, die sich nach dem Abitur für ein Studium an der Universität Duisburg-Essen entscheiden, erhalten in der zweiten Begleitphase ein monatliches Stipendium in Höhe von 300 Euro bis zum Bachelorabschluss.

Insgesamt wurden bislang 125 Schüler und Studierende durch „Chance hoch zwei“ unterstützt.

 
 

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