Bunter Protest gegen Aufzug von Pro NRW am Flüchtlingsheim

mg
Demonstration gegen eine Wahlkampf-Veranstaltung von Pro NRW am Optipark in Essen.
Demonstration gegen eine Wahlkampf-Veranstaltung von Pro NRW am Optipark in Essen.
Foto: WAZ
Pro NRW hatte sich für eine Wahlkampfveranstaltung ausgerechnet das Flüchtlingsheim im Opti-Park ausgesucht. 300 Demonstranten stellten sich dagegen.

Essen. Den fröhlichen Widerstand gegen eine Kundgebung der rechtspopulistischen Partei Pro NRW haben am Samstag mehr als 300 Demonstranten an der Landesunterkunft für Flüchtlinge im Opti-Park am Rande der City geprobt.

Den Takt dazu gab die Essener Ethno-Formation „Banda Senderos“, die ein Stegreifkonzert mit Blechbläsern und Flüstertüte zum Spaß der zahlreichen Teilnehmer verschiedenster Gruppierungen und Privatpersonen auf dem Gehweg an der Kreuzung Altendorfer/Hans-Böckler-Straße improvisierten. Zahllose vorbeifahrende Autofahrer unterstützten die Teilnehmer mit einem Hupkonzert. Eingeladen hatte die Organisation Pro Asyl, sie berät die Flüchtlinge. Den Demonstranten gegenüber, auf der anderen Seite der B224, standen drei Vertreter von Pro NRW.

Anschließend, als sich Pro NRW auf dem Marktplatz in Frintrop aufbaute, nahm zwar kaum ein Passant Notiz davon. Allerdings tauchten auch dort rund 50 Gegendemonstranten auf, denen die Polizei jedoch den Zugang zum Marktplatz verwehrte.