Bürger in Essen sind zum Laubkehren verpflichtet

Im Herbst steigt die Unfallgefahr durch nasse Laub auf den Straßen wie auch auf den Gehwegen. Hauseigentümer sind zum Laubfegen verpflichtet.
Im Herbst steigt die Unfallgefahr durch nasse Laub auf den Straßen wie auch auf den Gehwegen. Hauseigentümer sind zum Laubfegen verpflichtet.
Foto: WAZ FotoPool
Entsorgungsbetriebe und Stadtwerke stellen kostenfrei Säcke zur Verfügung. Pro Haushalt gibt’s drei bis fünf Säcke. 150 000 der weißen Beutel hat die Ebe vorrätig. Erfahrungsgemäß sind die Säcke schnell vergriffen. Blättermenge diesmal wohl etwas geringer - „Ela“ hat schon einiges abgeräumt

Essen.  Den ziemlich milden Temperaturen für diese Jahreszeit ist es zu verdanken, dass die Blätter der Bäume derzeit eher noch grün statt gelb sind - das aber kann sich ganz schnell ändern. Und dann fällt es wieder zuhauf von den Bäumen: Das Laub, das vor allem in Verbindung mit Feuchtigkeit zur Rutschgefahr auf Straßen und Gehwegen werden kann.

Grundsätzlich verhält es sich mit der Laub-Reinigungspflicht vor der Haustür ähnlich wie mit dem Winterdienst. „Der Hausbesitzer muss dafür Sorge tragen, dass der Gehweg frei von Laub ist und niemand ausrutschen kann. Diesen Reinigungsdienst kann der Vermieter im Mietvertrag auch an die Mieter übertragen“, erklärt Stadtsprecherin Michaela Lippek.

Für Bürger, die fleißig die Besen und Rechen schwingen, stellen die Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) sowie die Stadtwerke Essen immerhin kostenfreie Laubsäcke zur Verfügung; pro Haushalt drei bis fünf Säcke. 150 000 der weißen Beutel aus Recycling-Kunststoff hat die EBE vorrätig. Hört sich viel an, doch Sprecherin Bettina Hellenkamp rät: „Wer Interesse hat, der sollte sich sputen.“ Erfahrungsgemäß seien die Säcke nämlich immer schnell vergriffen, sobald die Blätter in größerer Zahl herabfallen.

Hellenkamp weist zudem darauf hin, dass nur diejenigen Anwohner solche Gratis-Laubsäcke benutzen dürfen, deren Straße im aktuellen Straßenreinigungsverzeichnis der Stadt Essen gelistet ist, sprich: Wer Straßenreinigungsgebühr zahlt, und das sind die meisten Bürger, ist berechtigt. Die anderen müssen selbst für die Entsorgung des Herbstlaubs aufkommen. Entweder über einen Komposter, in der grauen Tonne oder in den Stadtsäcken. Die speziellen Laubsäcke sind dagegen tatsächlich nur für das Straßenlaub vorgesehen und nicht für Grünschnitt aus dem eigenen Garten oder gar für sonstigen Müll.

Mit dem letzten Blatt, das irgendwann gegen Herbstende auf Essens Boden fällt, sind es dann ungefähr 4000 bis 5000 Tonnen, die die Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe eingesammelt haben. Möglicherweise könnte es in diesem Jahr ein bisschen weniger werden, da Pfingststurm „Ela“ ja bereits zur Unzeit etwas Vorarbeit geleistet und viele Bäume kräftig entlaubt hat. Deshalb werden die 220 Straßenreiniger der Entsorgungsbetriebe im Herbst 2014 aber sicherlich nicht weniger zu tun haben und freuen sich über tatkräftige Unterstützung der Bürger.

 
 

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