Brandermittler untersuchen Wohnung nach Explosion in Essener City

Kai Süselbeck, we
Bei einer Explosion in der Essener Innestadt wurden am Sonntagabend ein Mieter schwer, zwei weitere leicht verletzt. Ermittler untersuchen jetzt die Ursache.
Bei einer Explosion in der Essener Innestadt wurden am Sonntagabend ein Mieter schwer, zwei weitere leicht verletzt. Ermittler untersuchen jetzt die Ursache.
Bei einer Explosion in der Essener City sind am Sonntagabend drei Menschen teilweise schwer verletzt worden. Die Druckwelle brachte Wände zum Einsturz. Brandermittler untersuchen jetzt die Ursache. Schuld war vermutlich ein geplatzter Heißwasserboiler.

Essen. Vermutlich eine Verpuffung in einer Wohnung am Kopstadtplatz hat am Abend drei Menschen verletzt und ganze Wände in Trümmer gelegt. Ein 50 Jahre alter Mieter wird in einer Spezialklinik behandelt. Lebensgefahr besteht für ihn laut Polizei aktuell nicht. Zwei weitere leicht verletzte Hausbewohner (Frau 38, Mann 28) mussten ebenfalls behandelt werden.

Die Druckwelle im fünften Stock des Mehrfamilienhauses war so groß, dass Zimmerwände und die Wand zur Nachbarwohnung eingerissen wurden. In den Etagen über und unter der betroffenen Wohnung riss die Druckwelle Wohnungstüren aus ihren Schlössern. Fenster zerbarsten, die Splitter flogen bis zur gegenüber liegenden Häuserfront.

Heißwasserboiler wird zum Brandkessel

Ein platzender Heißwasserboiler ist gar nicht so selten, sagt Feuerwehrchef Ulrich Bogdahn. Einen ähnlichen Unfall gab es zuletzt im März 2010 in Werden. Wenn in einem Heißwasserboiler mit wenig Wasser darin der Thermostat versagt, wird das Teil allmählich zum Dampfkessel. Wenn dann das Überdruckventil nicht auslöst, kann der Dampfdruck das Gehäuse zum Bersten bringen. „Da kann ein Druckanstieg von 0,3 bar schon reichen“, sagt der Feuerwehrchef. Experten des Kommissariates 11 der Kripo (Brandermittlung) wollen heute prüfen, ob die Vermutung der Feuerwehr zutrifft.