Brand in der U 17 - Sachschaden in Höhe von 150.000 Euro

Stefan Kober
Prüfender Blick auf den Unterboden des Zugs der Linie U 17: Martin Dreps. Via-Bereichsleiter Fahrzeugtechnik und Schienenfahrzeuge. Fotos: Uwe Möller
Prüfender Blick auf den Unterboden des Zugs der Linie U 17: Martin Dreps. Via-Bereichsleiter Fahrzeugtechnik und Schienenfahrzeuge. Fotos: Uwe Möller
Foto: WAZ FotoPool
Der Brand an einem Abteil eines Zuges der Linie U 17 hat einen beträchtlichen Sachschaden verursacht: Auf rund 150.000 Euro beziffert ihn ein Sprecher der Evag am Tag nach dem Feuer in der U-Bahn. Brandstiftung gilt als Ursache inzwischen ausgeschlossen.

Essen. Auch am Tag nach dem Brand an einem Abteil der Linie U 17 ist das Lob für den Fahrer überschwänglich: „Unglaublich geistesgegenwärtig und cool“, sagt Evag-Sprecher Olaf Frei, habe der Mann gehandelt, als er den Rauch im Zug bemerkte und die 15 Fahrgäste und die Wartenden an der Station Bäuminghausstraße aussteigen ließ und aus der U-Bahn bat. Wohl deshalb kamen fast alle Beteiligten mit dem Schrecken davon.

Am Tag nach dem Feuer haben Experten der Evag und Brandermittler der Polizei den defekten Zug im Depot untersucht: Brandstiftung könne als Ursache ausgeschlossen werden. Nahe liege ein technischer Defekt. Der Brand ist unterhalb des Fahrzeugs entstanden, an einer Stelle, an der es weder Bremsen noch Motoren gibt. Kabel und Türkompressoren sind dort verlegt.

Dockland von 1989

Weil es keinen Straftatbestand gibt, sind die Ermittlungen für die Polizei abgeschlossen. Die sogenannte technische Aufsichtsbehörde wird nun einen Gutachter bestellen, der weiter nach der Brandursache forscht. Fest steht indes schon: Der entstandene Sachschaden ist beträchtlich, auf rund 150.000 Euro schätzt ihn Evag-Sprecher Frei. Dennoch: „Der Wagen kommt nicht in die Presse.“ Vielmehr werde der Zug, ein Dockland von 1989, nachAbschluss der Untersuchungen brandsaniert und im Anschluss wieder in Betrieb genommen.

Der Brand am Zugabteil hatte am Sonntag über Stunden den Bahnverkehr im Norden der Stadt lahmgelegt: Um 13.30 Uhr hatte der Fahrer den Rauch bemerkt und Alarm geschlagen, erst um 22 Uhr am Abend konnte die Evag den regulären U-Bahn-Verkehr zwischen dem Berliner und dem Karlsplatz wieder aufnehmen. Die Feuerwehr war mit 90 Kräften im Einsatz. Ein Fahrgast hatte eine leichte Rauchvergiftung erlitten.