Essen

Bombenfund in Essen: Blindgänger auf Baugelände entschärft – so geht es jetzt weiter

Immer wieder werden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Auf dem Foto zu sehen: Zwei 250-Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbomben. (Symbolfoto)
Immer wieder werden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Auf dem Foto zu sehen: Zwei 250-Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbomben. (Symbolfoto)
Foto: Michael Printz / PHOTOZEPPELIN.COM

Essen. Bombenfund in Essen: Nach dem Fund einer Bombe am Donnerstag haben Bauarbeiter auf dem Baugelände von Essen 51 wieder eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe entdeckt. Bei dem aktuellen Fund handelt es sich laut der Stadt Essen wieder um einen absoluten Zufallsfund. Die Bombe wurde im Bereich der Helenenstraße gefunden.

Ein Krisenstab entscheidet nun, wann die Bombe entschärft werden kann und zu welchem Zeitpunkt Anwohner in Sicherheit gebracht werden müssen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es bei der Bombe um einen schweren Fund: eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Dadurch könnte sich der jeweilige Evakuierungs-Radius sogar verdoppeln.

Bombe gegen 18.30 Uhr erfolgreich entschärft

Gegen 18.30 Uhr konnte das Team die Bombe erfolgreich entschärfen.

Auch die Sperrungen sollen nun nach und nach komplett aufgehoben werden.

17.40 Uhr: Entschärfung der Bombe beginnt

Die Evakuierung ist abgeschlossen und alle Sperrstellen sind jetzt zugezogen. Die Entschärfung beginnt nun.

Seit 17 Uhr: Erste Sperrstellen errichtet - Bottroper Straße gesperrt

Die ersten Sperrstellen des äußeren Kreises sind seit 17 Uhr bereits für den Verkehr und für Fußgänger abgesperrt. Die Bottroper Straße ist nun gesperrt.

Auch die weiteren Sperrstellen werden nun nach und nach zugezogen – erst am äußeren Bereich, dann am inneren Kreis. So soll der Verkehr abfließen können.

Bombenfund: Ruhrbahn betroffen

Auch die Ruhrbahn ist betroffen: Pendler, die sich auf die Straßenbahnlinien 101 und 106 verlassen, müssen auf Alternativen ausweichen. Auch bei den Buslinien 140, 166 und 196 kommt es zu Umleitungen.

Betreuungsstelle eingerichtet: Hauptverwaltung Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)

Anwohner sollen Türen und Fenster geschlossen halten

Der Sperrbereich steht jetzt fest. Alle Betroffenen im näheren Umfeld der Bombe, also im inneren Kreis müssen den Bereich verlassen. Wer sich nicht im unmittelbaren Umfeld befindet, wird gebeten, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten und Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Im äußeren Kreis sind 7667 Anwohner betroffen. Die Anwohner könnten Probleme bekommen, wenn sie nach Feierabend versuchen wieder in ihren Wohnbereich zu gelangen.

Wie lange die Evakuierungsmaßnahmen andauern steht noch nicht fest.

Entschärfung erst nach erfolgreicher Evakuierung

Die Betroffenen werden über Lautsprecherdurchsagen und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsamtes, der Feuerwehr und der Polizei vor Ort informiert. Erst wenn alle Personen evakuiert sind, kann die Entschärfung der Bombe beginnen!

Auch das Sportbad Thumfeld schließt um 15 Uhr, wie die Stadt Essen weiter bekanntgibt. Das Bad kann während der Sperrung nicht angefahren werden.

Weltkriegsbombe muss am Montag noch entschärft werden

Die Stadt Essen verweist in einem Tweet darauf, dass die Bombe definitiv am Montag noch entschärft werden muss.

Evakuierungsradius von 500 Metern: Eher Gewerbebetriebe betroffen

Im Evakuierungsradius von 500 Metern befinden sich hauptsächlich Gewerbebetriebe und Firmen. Im Umkreis von 500 Metern bis 1000 Metern sollten sich Betroffene während der Entschärfung in Gebäudeteilen aufhalten, die von der Bombe möglichst weit entfernt liegen. Wie viele Menschen betroffen sind, steht noch nicht fest.

Alternativ sollen Mitarbeiter Keller aufsuchen. Im Bomben-Bereich sollen Autos und Lkws möglichst von der Straße entfernt werden, so das Ordnungsamt Essen.

Eine Betreuungsstelle wird noch eingerichtet. Das Ende der Entschärfung wird durch Lautsprecherwagen der Polizei durchgegeben.

Einschränkungen und Störungen im Nahverkehr

Mit Einschränkungen und Störungen im öffentlichen Nahverkehr ist zu rechnen. Autofahrer sollen den Bereich weiträumig umfahren.

Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 1238 888 zu erreichen.