Essen

163 Krankentransporte! Bombe in Essen erst nach Mitternacht entschärft

Das Rote Kreuz richtete eine Notstelle ein.
Das Rote Kreuz richtete eine Notstelle ein.
Foto: DER WESTEN
  • In Altenessen-Süd wurde eine Zehn-Zentner-Bombe gefunden
  • Die Entschärfung der Bombe hat sich bis in die tiefen Abendstunden hingezogen
  • Nah-, U-Bahn und Busverkehr wurden umgeleitet
  • Erst nach Mitternacht war die Bombe entschärft

Essen. Bombenfund am Mittwochnachmittag in Altenessen-Süd: An der Lieferfeldstraße in Höhe der Kreuzung Hundebrinkstraße ist eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden.

Nach Angaben der Stadt wurden Anwohner sowie Beschäftigte der umliegenden Büros im Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle evakuiert. Weil auch das Altenessener Seniorenheim geräumt werden musste, zog sich die Evakuierung bis in die späten Abendstunden.

Insgesamt waren am Abend und in der Nacht 163 Krankentransporte nötig, wie die Stadt am Donnerstag resümierte. Gegen 0:30 Uhr war die Bombe dann erfolgreich entschärft.

Alles rund um die Entschärfung der Weltkriegsbombe erfährst du hier:

Wann ist die Evakuierung beendet?

Die Evakuierung zog sich bis 23 Uhr.

„Wir können nicht absehen, wie lange die Evakuierung noch dauert. Es liegt daran, wie gut der Krankentransport abläuft“, erklärte am Abend Silke Lenz von der Stadt Essen. Der innere Bereich war gegen 22 Uhr vollkommen evakuiert.

Personen aus dem äußeren Bereich mussten noch abtransportiert werden. Ein betroffenes Seniorenheim war hingegen nach mehreren Stunden geräumt.

Wie viele Menschen sind betroffen?

Laut Stadt waren von der Evakuierung etwa 1.900 Menschen betroffen (500 Meter um den Fundort). Im Umkreis von 1.000 Metern mussten sogar 12.500 Menschen ihre Häuser räumen. „Das Gebiet ist sehr dicht besiedelt", so Mike Filzen, Sprecher der Feuerwehr Essen.

War der Nah- und Fernverkehr betroffen?

Der S-Bahnhof Altenessen musste gesperrt werden. Laut Bahn mussten die Züge der Linie S 2 und RE 42 umgeleitet werden.

Auch die U-Bahn-Station Bäuminghausstraße musste geschlossen werden. „Einer der Ausgänge der Station befindet sich im Epizentrum des Fundorts“, sagte Silke Lenz, Sprecherin der Stadt Essen.

Somit konnten die U-Bahn-Linien U11 und U17 sowie die Straßenbahn-Linie 108 nicht wie gewohnt fahren. Auch die Busse 140, 162, 172, 173 und 183 wurden umgeleitet.

Welche Betriebe und Einrichtungen sind betroffen?

Von den Sperrungen waren der Betriebshof der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE), das Betriebsgelände des Fachbereichs Grün und Gruga der Stadt Essen, die Bezirkssportanlage Bäuminghausstraße sowie das Altenessener Seniorenzentrum betroffen.

Die Senioren wurden seit 17.30 Uhr aus dem Heim evakuiert. Krankentransporte brachten die Menschen in eine andere Unterkunft und später wieder zurück.

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Wie wurde die Bombe entdeckt?

Im Zuge von Sondierungsarbeiten wurde die Zehn-Zentner-Bombe in sieben Meter Tiefe entdeckt. Um herauszufinden, wo sich der Zünder der Bombe befindet, mussten Arbeiter sie bewegen. (mb)

 
 

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