Essen

Neue Erkenntnisse im Tempelbomberprozess: Plante Tolga I. einen Anschlag auf den Limbecker Platz?

War der Limbecker Platz Ziel eines Bombenanschlags?
War der Limbecker Platz Ziel eines Bombenanschlags?
Foto: Knut Vahlensieck / WAZ Fotopool  
  • Im Tempelbomber-Prozess gibt es neue Erkenntnisse
  • Ein V-Mann beschuldigt einen der drei Täter einen erneuten Anschlag geplant zu haben
  • In einem Essener Einkaufszentrum sollte ein Sprengsatz in einer Sporttasche deponiert werden

Essen. Auch die Essener Innenstadt war Informationen der WAZ zufolge ein Anschlagsziel von einem der Angeklagten des Anschlags auf den Sikh-Tempel. Diese Aussage tätigte nun ein V-Mann vor dem Essener Landgericht.

Tolga I. (17) aus Schermbeck steht gemeinsam mit dem Gelsenkirchener Yusuf T. (17) und dem Essener Mohamad B. vor Gericht. Yusuf T. und Mohamad B. haben am 16. April 2016 vor dem Eingang der Sikh-Gemeinde in Essen einen selbstgebauten Sprengsatz gezündet. Dabei wurde ein Gemeinde-Mitglied schwer verletzt.

Gemeinschaftlicher Mordversuch

Nun stehen die drei Jugendlichen wegen gemeinschaftlichen Mordversuchs vor Gericht. Auch wenn Tolga I. nicht bei der Sprengung dabei war, soll er an Probezündungen mitgewirkt und selbst von dem Anschlag auf den Sikh-Tempel gesprochen haben.

Tolga I. wurde im Gegensatz zu den beiden anderen Mitangeklagten, auch nicht kurz nach der Tat, sondern erst einen Monat später festgenommen.

V-Mann hatte Informationen

In der Zeit soll er dem V-Mann von seinen Plänen erzählt haben, einen Sprengsatz in einem Essener Einkaufszentrum deponieren zu wollen.

Tolga I. bestätigt zwar den Kontakt zu dem V-Mann, will jedoch niemals solche Anschlagspläne gehabt haben. Dem Gericht teilte er mit, dass der V-Mann von Anschlagszielen gesprochen habe.

Den ganzen WAZ-Artikel kannst du hier nachlesen >

(jgi)

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