Staatsanwaltschaft beendet Fahndung nach mutmaßlichem Todesschützen

Nach dem Tod der 19-jährigen Tochter von Cemil G. legten zahlreiche Menschen Kerzen und Blumen vor dem Haus an der Busenhofstraße nieder.
Nach dem Tod der 19-jährigen Tochter von Cemil G. legten zahlreiche Menschen Kerzen und Blumen vor dem Haus an der Busenhofstraße nieder.
Foto: WAZ FotoPool
Cemil G. wird verdächtigt, seine Tochter (19) getötet und seine Frau lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Essener Behörden haben ihre Fahndung beendet.

Essen.. Polizei und Staatsanwaltschaft Essen haben die internationale Fahndung nach dem mutmaßlichen Todesschützen Cemil G. eingestellt. Dies teilten die Behörden am Montag mit.

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft Essen muss sich Cemil G. vor einem Gericht in der Türkei verantworten. Der heute 51-Jährige steht im Verdacht, am 14. August 2013 an der Busehofstraße in Essen-Frohnhausen seine 19-jährige Tochter mit zahlreichen Schüssen getötet und seine damals 45-jährige Frau lebensgefährlich verletzt zu haben.

Der Prozess gegen Cemil G. läuft in der Türkei bereits seit einigen Monaten. Doch erst vor einigen Tagen hätten die türkischen Behörden dies der Essener Polizei und Staatsanwaltschaft offiziell bestätigt.

Ende des Prozesses sei derzeit noch nicht absehbar

"Die Justiz in der Türkei lässt einiges zu wünschen übrig", sagt Volker Schröder. Der Essener Rechtsanwalt vertritt die Opferfamilie. Er berichtet, dass der Prozess gegen Cemil G. aktuell noch läuft. Es seien weitere Verhandlungstermine angesetzt, ein Ende sei noch nicht absehbar.

Cemil G. sitze in der Türkei im Gefängnis, berichtet Schröder. Während des Prozess habe er ausgesagt, dass der Tod seiner Tochter ein Unfall gewesen sei. (pg)

 
 

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