Bistum will Flüchtlingshilfe verstärken

Das Bistum Essen möchte die Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche verstärken und ehrenamtliche wie hauptberufliche Helfer in den Pfarreien und Caritas-Verbänden besser vernetzen. Das sieht ein Plan vor, den Bischof Franz-Josef Overbeck am gestrigen Freitag den Stadt- und Kreisdechanten und Caritasdirektoren im Bistum vorgestellt hat. Zur finanziellen Unterstützung der Flüchtlingshilfe legt das Bistum einen Fonds auf, der mit zunächst 250 000 Euro ausgestattet wird.

„Für uns Christen gibt es eine in unserem Glauben wurzelnde Verpflichtung, bedürftigen Menschen und insbesondere auch Fremden und Flüchtlingen zu helfen“, betonte Overbeck bei dem Treffen in Duisburg. Dem kämen bereits viele Gemeinden und Mitarbeiter mit großem Engagement nach. Nun gelte es, dieses Engagement zum Wohle der Betroffenen zu bündeln, darum sollen in allen Städten des Bistums Flüchtlingsbeauftragte der Kirchen benannt werden.

Um das ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge zu fördern, will der Caritasverband ein Qualifizierungsprogramm erarbeiten. Zudem haben Bistum und Caritasverband eine Broschüre mit konkreten Tipps für Ehrenamtliche entwickelt, die Hausaufgabenbetreuung, Unterstützung bei Behördengängen oder Freizeitaktivitäten für Flüchtlinge anbieten. Die kostenlose Broschüre kann beim Caritasverband, 810 28-511 oder: christine.bueltmann@caritas-essen.de bestellt werden.

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