Bigwam-Partei will im Mai in den Essener Stadtrat einziehen

Thorsten Schabelon
Aus Protestplakaten werden bald Wahlplakate: Die Initiative Bigwam.
Aus Protestplakaten werden bald Wahlplakate: Die Initiative Bigwam.
Foto: WAZ Fotopool
Bigwam, die Bürgerinitiative gegen den wilden Automarkt aus dem Essener Norden möchte in die Stadtpoltik einsteigen. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai soll die Bigwam-Partei antreten. Gedanken, die politische Arbeit zu erweitern, hatte es schon länger gegeben. Jetzt müssen 1500 Unterschriften her.

Essen-Bergeborbeck. Im Essener hat Norden hat sich „Bigwam“, die Bürgerinitiative gegen den wilden Automarkt, längst einen Namen gemacht. Künftig will sich die Initiative auch politisch stärker engagieren. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai soll erstmals die Bigwam-Partei antreten. „Das ist der Plan“, sagte Sprecher Uwe Splitt gestern dieser Zeitung.

Gedanken, die politische Arbeit zu erweitern, hatte es schon länger gegeben. Donnerstagabend kam es dann zur Initialzündung. Bei der Bigwam-Versammlung äußerten die Teilnehmer den Wunsch, als Wählergruppe die Einflussnahme auf die Lokalpolitik zu intensivieren. „Mit gerade mal vier Gegenstimmen bei 100 Anwesenden in der Versammlung wurde beschlossen, eine Beteiligung an der Kommunalwahl 2014 zu prüfen“, sagte Klaus Barkhofen, zweiter Sprecher von Bigwam.

1500 Unterschriften sammeln

Dem Votum ließ die Initiative Taten folgen. „Wir haben mit dem Wahlamt und Leiter Rüdiger Lohse gesprochen und uns über das genaue Prozedere für die Zulassung bei der Kommunalwahl informiert. Wir wollen ja alles richtig machen“, erklärt Uwe Splitt. Die Initiative muss jetzt knapp 1500 Unterschriften sammeln. „Da sehe ich überhaupt kein Problem, das kriegen wir ganz sicher hin“, so Splitt, der, kaum dass sich aus der Bürgerinitiative ein Verein gegründet hat, schon 100 Mitglieder gezählt hat.

„Bigwam“ will am 25. Mai, so die erste Planung, vor allem in Bergeborbeck und in Vogelheim auf Stimmenfang gehen. Die Gegner des wilden Automarkts hoffen, künftig im Stadtrat, in Ausschüssen und in der Bezirksvertretung präsent zu sein. „Wenn uns das gelingt, haben wir auf Informationen Zugriff, die für unsere Arbeit wichtig sind“, erklärt Uwe Splitt.