Besucher erleben die Gruga beim Parkleuchten völlig neu

Das „Parkleuchten“ findet zum siebten Mal statt und läuft noch bis 13. März. Auch Stammbesucher finden immer wieder Neues zum Entdecken.
Das „Parkleuchten“ findet zum siebten Mal statt und läuft noch bis 13. März. Auch Stammbesucher finden immer wieder Neues zum Entdecken.
Foto: Essen
  • Trotz schlechten Wetters kamen am Wochenende viele Besucher zum Parkleuchten
  • Verschärftes Sicherheitskonzept geht auf
  • Veranstaltung hat sich über Essens Grenzen hinaus einen Namen gemacht

Essen-Rüttenscheid. Die Szenerie wirkt wie ein Happening: Unter beleuchteten Baumriesen stehen Menschen in kleinen Gruppen zusammen und plauschen, dazwischen laufen Kinder und schwenken ihre blinkenden Star-Wars-Schwerter und bunten Leuchtkugeln, sphärische Musik wabert wie Nebel über der dunklen Wiese und in der Ferne singt eine Stimme von roten Rosen, die es regnet. In Wirklichkeit ist es allerdings fieser Dauerregen, der an diesem Samstagabend über Essen und der Gruga niedergeht.

„Eine verzauberte Landschaft“

Doch trotz des schlechten Wetters sind erstaunlich viele Besucher gekommen, um das Parkleuchten in der Gruga zu erleben. Zur Freude der Macher. Denn eigentlich stand das Spektakel nach den massiven Diebstählen im vergangenen Jahr kurz vor dem Aus. In diesem Jahr haben die Organisatoren und Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld und Reinhard Hartleif das Sicherheitskonzept verschärft. Offenbar mit Erfolg: „Bislang gibt es keine Vorkommnisse“, heißt es.

Extra aus Rees ist das Ehepaar Schenk angereist. „Wir sind zum ersten Mal hier und total entflammt, da vergisst man den Regen“, ist Ludger Schenk voll des Lobes. Besonders die Schattenspiele und die Wassermusik finden er und seine Frau Andrea faszinierend. „Man hat das Gefühl, durch einen verzauberte Landschaft zu laufen“, ergänzt Martina Straub, die ebenfalls vom Niederrhein nach Essen gekommen ist.

Auch Dauerbesucher wie Uta Löcherbach und Christina Eickhoff sind jedes Mal aufs Neue vom Lichterspektakel angetan. Kein Parkleuchten haben die befreundeten Mütter jeweils zweier Kinder ausgelassen. „Klar wiederholt sich einiges“, gibt Uta Löcherbach mancher Kritik recht, „aber es gibt auch immer wieder Überraschungen, neue Lichtinszenierungen und Objekte.“ Als passionierte Grugaparkbesucherin sei einer ihrer Höhepunkte, „dass man den Park, den man eigentlich in- und auswendig kennt, durch die Illumination völlig neu erlebt“.

Didgeridoo-Klänge und schwebende Rosen

Das trifft auf alle Stationen zu, die man bei dem einstündigen Rundgang passiert: Ob der spärlich beleuchtete Musikpavillon, aus dem fremde Didgeridoo-Klänge kommen, der geheimnisvoll illuminierte Waldteich an der geologischen Wand, die Lichtallee oder das grün schimmernde Lindenrund – die märchenhaften Inszenierungen geben den Orten etwas Geheimnisvolles und begeistern die Besucher.

Ob es wohl am Dauerregen liegt, dass die Wasserspiele am Margaretensee nicht so gut ankommen? Trotz großer Projektionsfläche sind die Bilder nur schemenhaft erkennbar. Man kann nur vermuten, dass große Rosen über dem See schweben, passend zum legendären Hildegard-Knef-Song „Für mich soll’s rote Rosen regnen“.

Bianca Showron stört es nicht. Die Studentin aus Bochum ist mit einer kleinen internationalen Gruppe in den Park gekommen. Juan aus Mexiko, Thomas aus Schweden und Susanna aus Arizona, allesamt Stipendiaten der Ruhr-Uni, sind ziemlich hingerissen. „Das ist ein magischer Abend, den wir nicht so schnell vergessen.“

 
 

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