Bei der Evag sprechen jetzt Computerstimmen

Foto: Essen

Alle Busse und Bahnen der Evag bekommen neue Haltestellen-Ansagen. Für Bahnen und Busse, die an der Messe entlang fahren, werden außerdem zweisprachige Sonder-Ansagen eingerichtet.

Die Ansage „Nächster Halt“ wird grundsätzlich abgelöst von einem Gong, gefolgt vom Haltestellennamen. Damit entfallen die Ansagen, die ursprünglich von menschlichen Sprechern eingesprochen wurden, und das hat einen Grund. Pierre Hilbig, Projektleiter Evag: „Die neuen Ansagen basieren auf einer künstlichen, digitalen Stimme. Das ist zum einen günstiger und zum anderen sind wir flexibler, wenn sich beispielsweise mal der Name einer Haltestelle ändert. Dann brauchen wir das nur noch mittels Software zu aktualisieren“.

Auf der Messelinie U11 werden an den Haltestellen (H) Messe Ost Gruga und Messe West Gruga „Zugang zur Messe“-Sonderansagen in englischer Sprache zu hören sein.

Für den Fahrgast ändert sich also nichts – er wird wie gewohnt von einer weiblichen Stimme auf seiner Fahrt begleitet; mit einer Ausnahme: die Sonderansagen in englischer Sprache werden von einer männlichen Stimme gesprochen.

Insgesamt werden 390 Fahrzeuge mit 827 neuen Ansagen in mehreren Nachtschichten aufgespielt. Die neuen Ansagen sind auf den ersten Fahrzeugen bereits zu hören.

Aufkleber: „Achtung! Toter Winkel“

Außerdem beteiligt sich die Evag an einer Aktion der Landesverkehrswacht: „Achtung! Toter Winkel“ – dieser Hinweis wird bald an allen 186 Bussen der Evag zu sehen sein. Die großformatigen Hinweisschilder werden an der rechten Kante der Heckseite der Busse angebracht, um Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer vor einem möglichen Abbiegeunfall zu warnen.

Michael Feller, Vorstandsvorsitzender der Evag, sagt: „Ein Aufkleber allein vermeidet keinen Unfall, aber er spricht gezielt diejenigen an, die unmittelbar von der Gefahr bedroht werden. Wir machen unsere Fahrgäste im Rahmen des Bustrainings immer wieder auf den toten Winkel aufmerksam, erreichen damit aber nur einen Bruchteil der Betroffenen. Durch die Kampagne kann es uns gelingen, mehr Menschen wachzurütteln und das Thema stärker in das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu bringen, um Verkehrsunfälle zu vermeiden.“

Im Jahr 2013 gab es in Essen 282 Verkehrsunfälle mit Radfahrern. Das sind 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Bundesweit verunglücken laut statistischem Bundesamt jährlich zirka 75 000 Radler.

 
 

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