Bei der Babywelt Rhein-Ruhr gibt es den Schnuller von Rot-Weiss Essen

Pascal Hesse
Melanie Pacana und Louis (1 Jahr) an der Smartphone-App „BabyPlaces“.
Melanie Pacana und Louis (1 Jahr) an der Smartphone-App „BabyPlaces“.
Foto: WAZ FotoPool
100 Aussteller kamen zur ersten "Babywelt Rhein-Ruhr" in die Messe Essen. Dort gab es alles, was das Baby braucht. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Es gibt die Smartphone-App "BabyPlaces", ergonomische "Babywiegen" und den "Seidensauger Silikon", in den Farben von Borussia Dortmund, Bayern München oder Rot-Weiss Essen.

Essen. Auf der „Babywelt“ ist das Geschrei groß. Zur Freude der Organisatoren, die an drei Tagen rund 10.000 Besucher auf rund 5000 Quadratmetern erwarteten. Nun ging die „Messe rund um Ihr Kind“ an der Norbertstraße zu Ende, aber nicht bevor sich die NRZ dort umgesehen hat. Drei Empfehlungen für junge Eltern haben wir mitgebracht, die auch nach der Ausstellung zu haben sind – etwa den idealen Schnuller für alle, die ihr Baby früh an den „richtigen Verein“ heranführen wollen.

Ob für Borussia Dortmund, Bayern München, Rot-Weiss Essen oder 29 andere Vereine, die „Seidensauger Silikon“ für den Nachwuchs im Alter zwischen fünf und 20 Monaten kommen an – etwa bei Ira Marie (l.) und Hanna, die sich rot-weiße Nuckel in die Münder stecken. Und wohl auch bei RWE-Fans, schließlich steht dick und fett „Bundesliga“ auf der Packung. 7,50 Euro macht das Doppelpack im Fanshop und bei www.mam-babyartikel.de.

Tino Schulze, Chef der Hamburger Agentur „Melting Elements“, hat die Smartphone-App „BabyPlaces“ dabei, die sich bisher 30.000 Nutzer kostenfrei bei „Google Play“ oder im Apple „App-Store“ heruntergeladen haben. Sie ist von Eltern für Eltern und zeigt babyfreundliche Plätze in der Umgebung an, dabei gibt es mehrere Kategorien: Wickeln und Stillen, barrierefreier ÖPNV, Einkaufen, Essen und Trinken, Spielplätze, Kinderärzte und Krankenhäuser. „Nutzer können Plätze bewerten, kommentieren und hinzufügen. Wie gut ein solcher Ort ist, beurteilen sie“, so Schulze. Die Idee hatte er, nachdem seine erste Tochter zur Welt kam, „wir auf dem Rathausplatz in Hamburg standen und erfolglos ei­nen Wickelplatz suchten“. Da es keine passende App gab, haben er und sein Team 2012 „BabyPlaces“ entwickelt. In Essen wird sie rege genutzt. So macht die App unweit des Grugaparks manchen idyllischen Ort aus, die BabyPlaces-Nutzer eingetragen haben und die vom Team aus Hamburg überprüft wurden: Spielplätze, Arztpraxen und Geschäfte. Mehr In­fos gibt’s auf www.babyplaces.de.

Handfestes preisen hingegen Angela und Robin Koszewa aus Gelsenkirchen am Messestand an: ergonomische „Babywiegen“ aus der heimischen Buer Produktion und natürlichen Materialien, die auch als Babywippe, Stubenwagen und Reisebett daher kommen. Bis zur Geburt ihres ersten Sohns Nolan arbeiteten beide als Filialleiter einer Bank. Da Nolan unruhig war und nicht schlafen wollte, holten sie sich Rat bei Physiotherapeuten und Hebammen, die eine hängende Schlafposition empfahlen und eine Babywiege. „Wir fanden in Deutschland keinen Anbieter, nur in der Schweiz. So entstand die Idee, selbst so etwas herzustellen“, betont Koszewa. Seit nunmehr zwei Jahren gibt’s ihre Babywiegen – zu haben ab 169,90 Euro auf www.nonomo.de.

Vom 9. bis zum 11. Mai 2014 findet die Messe „Babywelt Rhein-Ruhr“ wieder in Essen. Infos sowie Messe-Termine in anderen Städten gibt’s unter: www.baybywelt-messe.de