Essen

Bedroht, beleidigt, bespuckt - Sicherheitsglas soll Busfahrer in Essen und Mülheim vor Angriffen schützen

Die neuen Trennscheiben in den Bussen in Essen und Mülheim sollen die Fahrer vor Angriffen schützen.
Die neuen Trennscheiben in den Bussen in Essen und Mülheim sollen die Fahrer vor Angriffen schützen.
Foto: Ruhrbahn GmbH
  • In Essen und Mülheim kommt es vermehrt zu Übergriffen auf Busfahrer
  • Die Ruhrbahn reagiert auf die Vorkommnisse
  • Sie haben optimierte Sicherheitsscheiben in den Bussen installiert

Essen. „Seit Dezember 2015 bis Dezember 2016 hat es drei Vorfälle gegeben, bei denen unsere Fahrer erheblichen körperlichen Attacken ausgesetzt waren“, sagt Sylvia Neumann, Sprecherin bei der Ruhrbahn.

Daraufhin hätten sich viele Busfahrer in Essen und Mülheim nicht mehr sicher gefühlt. Deshalb wurden die Busse nun aufgerüstet: Fahrerschutzscheiben sollen die Fahrer vor Pöbeleien bewahren.

Sie trennen den Fahrgast bei der Ticketkontrolle und -bezahlung vom Busfahrer.

51 Übergriffe im Jahr 2016

„Die Palette reicht von Beleidigungen, Bedrohungen, Beschimpfungen bis hin zum versuchten Überfall, Anspucken und sonstigen Angriffen“, berichtet Pressesprecherin Neumann. Alleine im Jahr 2016 seien die Fahrer 51 mal angegangen worden.

Aktuelle Zahlen für das Jahr 2017 liegen noch nicht vor.

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Busfahrer fühlen sich sicherer

In Essen sind 2017 ganze 33 Fahrzeuge mit dem optimierten Schutz ausgestattet worden. In Mülheim waren es neun Busse.

Im kommenden Jahr sollen sogar 70 Busse in Essen und zwölf in Mülheim aufgerüstet sein.

Die zusätzlichen Trennscheiben kosten die Ruhrbahn 250 Euro pro Bus. Eine Investition, die sich lohnt, meint Neumann: „Negative Resonanz haben wir nicht erhalten – aber positive. Ja, die Kollegen fühlen sich sicherer.“

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