Essen

Über 40 Baustellen in Essen: Das ist der häufigste Grund, warum die Straße aufgerissen wird

Baustelle an der Westfalenstraße.
Baustelle an der Westfalenstraße.
Foto: Funke Foto Services

Essen. Baustellen sind die Essener gewohnt, kaum eine Hauptverkehrsader der Stadt ist ohne eine Baustelle. Ob nun an der Gladbecker Straße, der Steeler Straße oder der Rellinghauser Straße - überall gibt es größere und kleinere Baustellen. Über 40 von ihnen gibt es laut der Koordinierungsstelle für Baustellen (KOST). Und die meisten von ihnen haben denselben Grund.

Über 40 Baustellen gibt es derzeit in Essen

An der Holsterhauser Straße an der Ausfahrt der A40 sind Bauarbeiter seit November bei der Arbeit. Die Fahrspuren werden alle paar Wochen verändert, Bäume wurden abgeholzt auf der mittigen Verkehrsinsel und die Fußgänger müssen seitdem einen weiten Umweg nehmen: Der Durchgang vorbei an der Aral-Tankstelle ist für sie gänzlich verboten. Und an dieser Baustelle ist noch lange kein Ende in Sicht: Bis 2020 sollen die Arbeiten dort andauern, bestätigt die Stadt Essen.

Eine von vielen Baustellen in der Stadt Essen, die den täglichen Berufsverkehr nerven und behindern. Doch das lässt sich meistens nicht vermeiden, denn schuld an den Baustellen in Essen sind oftmals die Stadtwerke Essen. Diese reißen aber nicht ohne Grund die Straßen auf.

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Der häufigste Grund für die derzeitigen Baustellen in Essen sind Arbeiten an der Kanalisation und an den Leitungen für Gas und Trinkwasser.

3221 Kilometer Leitungen und 1642 Kilometer Abwasserkanäle müssen von den Stadtwerken in Schuss gehalten und bei Bedarf erneuert werden. Und dieser Bedarf sorgt für zahlreiche Baustellen in der Stadt.

Unter anderem wird derzeit eine defekte Versorgungsleitung an der Ruhrallee repariert, in der Wittekindstraße erneuern die Stadtwerke einen Entwässerungskanal, auch in der Holsterhauser Straße an der A40 wird eine Kanalerneuerung durchgeführt und in der Westfalenstraße dauert die Verlegung eines neuen Abwasserkanals bereits mehrere Monate.

Baustellen haben oft denselben Grund in Essen

Heinrich Busch, Chef der Stadtwerke-Baustellen, weiß, dass die Baustellen stets für Ärger sorgen bei den Autofahrern. Aber: Sie seien notwendig, damit das Netz funktioniert. „Wir warten nicht, bis die Leitungen komplett versagen. Wir erneuern sie zu einem optimalen Zeitpunkt.“

Denn Notfälle wie derzeit auf der Rellinghauser Straße seien nicht wünschenswert, passieren aber trotzdem immer wieder.

Aber immerhin gibt es eine gute Nachricht für die Essener: Die Baustelle an der Westfalenstraße ist auf der Zielgeraden. Dort wurde ebenfalls ein neuer Abwasserkanal verlegt. Laut Stadt Essen soll die Baustelle noch im Januar beendet werden. (fb)

 
 

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