Bärendelle-Initiative fordert Gespräch mit Stadt Essen

jgr
Mitglieder und Unterstützer der Bürgerinitiative Bärendelle halten eine Mahnwache an der ehemaligen Hauptschule Bärendelle in Essen ab.
Mitglieder und Unterstützer der Bürgerinitiative Bärendelle halten eine Mahnwache an der ehemaligen Hauptschule Bärendelle in Essen ab.
Foto: WAZ FotoPool
Die Bürgerinitiative Bärendelle im Essener Stadtteil Frohnhausen verstaltete eine Mahnwache an der ehemaligen Hauptschule. Die Anwohner wollen dort einen soziokulturellen Treffpunkt für den Stadtteil einrichten. Doch die Stadt habe bislang jede Gesprächsbereitschaft vermissen lassen.

Essen. Mit Kerzen, hängenden Bären in Bäumen und Flugblättern hat die Bürgerinitiative Bärendelle am Freitagabend mit einer Mahnwache vor der ehemaligen Hauptschule in Frohnhausen protestiert. Ihr Anliegen: In dem seit längerem leerstehenden Schulgebäude soll ein soziokulturelles Zentrum entstehen. „Wir leben in einem Stadtteil, in dem es für fast niemandem mehr ein Angebot gibt“, sagte Anke Dussmann von der Bürgerinitiative. Man wolle einen Treffpunkt mit Angeboten, die sich jeder leisten kann, unterstrich sie.

Die Stadt will die Immobilie jedoch verkaufen, hat diese Woche mit dem Ausräumen von Mobiliar begonnen. Für die Anwohner unfassbar, dass die Stadt jetzt selbst hergehe, und das Haus zerstöre.

Die Bürgerinitiative drängt darauf, dass die Stadt mit ihr „tatsächlich mal das Gespräch sucht“, so Christian Stauer. Stattdessen ignoriere sie das Engagement der Bürger für die ehemalige Schule, die vor einigen Wochen Schauplatz einer Besetzung und Räumung wurde. Diese sei für viele Anwohner Initialzündung gewesen, sich für die Schule einzusetzen. Indem die Stadt aber bislang kein Gespräch suche, zeige sie den engagierten Bürgern lediglich den „Stinkefinger“, so Stauer.