Auto stürzt in Essen von Brücke in die Ruhr: 19 Polizisten retten Fahrer

Janet Lindgens u. Michael Mücke
Eine Autofahrer stürzte am Pfingstmontag mit seinem Wagen in die Ruhr.
Eine Autofahrer stürzte am Pfingstmontag mit seinem Wagen in die Ruhr.
Foto: KDF-TV & Picture
Dramatische Rettungsaktion in Essen-Werden: Ein Mann ist mit seinem Wagen auf einer Brücke von der Straße abgekommen.

Essen. Bei einem Autounfall in Essen-Werden sind am Montagnachmittag mehrere Personen verletzt worden. Ein Mann war mit seinem Wagen war nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Auto auf der Werdener Brücke auf den Fußgängerweg geschleudert. Dabei hatte er nach Angaben der Polizei zwei Radfahrer touchiert. Einer der beiden wurde schwer, der andere leicht verletzt.

Anschließend fuhr der Unfallwagen gegen einen Ampelmast, der umstürzte und laut Polizei auf das Autodach gefallen ist. Daraufhin durchbrach der Wagen das Brückengeländer und stürzte acht Meter tief in die Ruhr.

19 Polizisten sprangen zur Rettung in die Ruhr

„Der Unfallfahrer hatte großes Glück“, hieß es bei der Leitstelle der Polizei. Denn wegen des Pfingst-Open-Airs in Werden seien viele Polizisten vor Ort gewesen. 19 Kollegen seien ins Wasser gesprungen. „Die Polizisten haben sofort gehandelt und den Mann mit bloßen Händen aus dem Auto gezogen. Vor ihrer Leistung muss man den Hut ziehen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Sechs Polizisten und ein ebenfalls ins Wasser gesprungener Passant zogen sich dabei Schnittverletzungen an den Händen und Unterkühlungen zu. Die Retter mussten in ca zwei Meter tiefem Wasser das Auto sowie den Fahrer darin lokalisieren und retten - ohne Sicht und ohne Hilfsmittel.

Retter tauchten ohne Hilfsmittel nach dem Verunglückten

Nach einigen Minuten gelang es den Polizisten, die ohne Taucherbrille und Atemgerät abwechselnd tauchten, den Fahrer aus dem Seat zu bergen. Dieser wurde erfolgreich von Notarzt und Rettungsassistenten wiederbelebt und anschließend in ein Essener Krankenhaus gebracht. Nach ersten Angaben der Polizei handelt es sich wohl um einen über 50-Jährigen. Genauere Angaben konnte die Leitstelle noch nicht machen.

Wegen des Unfalls bildeten sich kilometerlange Staus in und um Werden. Die Polizei hatte die Unfallstelle großräumig abgesperrt. Mehr als zwei Stunden nach dem Unfall lief die Unfallaufnahme noch. Auch Hubschrauber waren dafür im Einsatz.