Auszeichnung für die „Weltschule“ Geno

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Das Gymnasium Nord-Ost hat das Siegel „Schule ohne Rassismus“ erhalten. Pate der Aktion ist Ex-Geno-Schüler Dirk Heidenblut. Und die aktuellen Schüler planen schon die erste Aktion.

Essen-Altenessen..  Den Haupteingang des Gymnasiums Nord-Ost wird bald nicht mehr nur, wie bei anderen Schulen, das Namensschild der Lehranstalt zieren. Ein zweites Schild weist auf Inhalte hin, um die sich das Gymnasium besonders verdient machen will: „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ ist auf dem großen Metallschild zu lesen, das gestern im Rahmen einer Feierstunde übergeben wurde und bald seinen festen Platz an der Schule finden soll.

Das festliche Programm bei der Übergabe war passend zum Thema gestaltet: Der Schulchor sang „Ebony and Ivory“ von Paul McCartney und Stevie Wonder, ein Lied gegen Rassismus und für das harmonische Zusammenleben von Schwarzen und Weißen. Die Schüler aus der Vorbereitungsklasse hielten eine Rede in neun Sprachen, darunter Koreanisch, Farsi und Russisch. Das Gymnasium Nord-Ost, kurz Geno, ist eben nicht nur international besucht, sondern eine Weltschule: Die 900 Kinder und Jugendlichen kommen aus über 60 Ländern.

Zur Schülerschaft gehörte vor langen Jahren auch Dirk Heidenblut. Der kam gestern als SPD-Bundestagsabgeordneter zurück in seine alte Schule, übergab das Schild und übernahm gleichzeitig die Patenschaft. „Ein Projekt und Engagement, das ich sehr wichtig finde. Unser Geno war schon immer für andere Ansätze gut.“

Die Schülervertreutung des Gymnasiums hatte sich um die Auszeichnung verdient gemacht. Vor einem Jahr war der Prozess angelaufen. Größte Aufgabe: „Wir mussten von 70 Prozent der Schüler, Lehrer und weiteren Mitarbeiter die Unterschriften sammeln. Aber den Aufwand für eine so gute Sache haben wir gerne in Kauf genommen“, erinnerte sich Schülersprecherin Alina Scharopat. Schülerrat und Klassensprecher wurden eingebunden, die Quote war am Ende problemlos übertroffen: „Es haben alle gerne unterschrieben“, sagte Joana Schwalk aus der Schülervertretung.

„Es ist schön, dass ihr jetzt auch dabei seid. Ich hoffe, dass euch die Auszeichnung in eurem Engagement weiter beflügelt. Es kann sehr viel positive Energie entfachen“, sagte Julia Kilian, die als NRW-Landeskoordination für das Projekt arbeitet. Die Schülervertretung des Gymnasiums plant jedes Jahr ein Projekt, das die Themen Rassismus und Diskrimisierung thematisiert. „Wir freuen uns. Ideen gibt es genug“, kündigte Joana Schwalk an.

 
 

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