Aus für eine Haupt- und eine Realschule

Die Richard-Schirrmann-Realschule in Stoppenberg wird im kommenden Schuljahr als Zweitstandort einer anderen Realschule geführt.
Die Richard-Schirrmann-Realschule in Stoppenberg wird im kommenden Schuljahr als Zweitstandort einer anderen Realschule geführt.
Foto: WAZ FotoPool
Die Schirrmann-Realschule in Stoppenberg wird zum Zweitstandort einer anderen Realschule. Die Hauptschule Schetters Busch läuft dagegen langfristig aus.

Essen.. Schuldezernent Peter Renzel hat Mittwoch im Schulausschuss erste Konsequenzen aus den Anmeldungen fürs kommende Schuljahr bekannt gegeben. Danach werden die Hauptschule Schetters Busch (Kray) und die Schirrmann-Realschule (Stoppenberg) keine Eingangsklasse bilden und somit langfristig auslaufen.

Die Schirrmann-Realschule wird ab dem kommenden Schuljahr nicht mehr eigenständig sein und fortan als Zweit-Standort einer anderen Realschule firmieren. Welche Realschule das ist, ist nach Angaben von Renzel noch offen. Der Standort solle künftig „weiterentwickelt“ werden. Renzel hatte Ende Februar erstmals bekanntgegeben, dass 2013 Sekundarschulen eingeführt werden sollen.

Offen ist auch, was aus der Gesamtschule Süd (Stadtwald) wird: Wie berichtet, kann sie im kommenden Schuljahr erstmals keine Eingangsklasse bilden. Damit muss sie laut Schulgesetz langfristig auslaufen, darf keine neuen Fünfer mehr annehmen.

Kein Oberstufenzentrum für gesamten Essener Süden

Den Wünschen der Schule, sich weiterzuentwickeln zu einer Art Oberstufenzentrum für den gesamten Essener Süden, erteilte der Dezernent eine Absage: „Das ist in NRW nicht möglich, so etwas gibt es nur in Hessen.“

Die Gesamtschule kann auf eine stabile Nachfrage von Seiten-Einsteigern verweisen, die sich nach der zehnten Klasse für den Gang zur gymnasialen Oberstufe entscheiden. Renzel betonte: „Die Schule wird im Entwicklungsprozess für den Essener Süden weiterhin eine große Rolle spielen. Es bedarf im Süden zukünftig solcher Standorte, die den mittleren Abschluss anbieten und weitere Perspektiven eröffnen.“ Was Renzel damit konkret meint, ließ er allerdings offen.

 

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