Aufgebrochene Fahrradboxen: Essener Verbände sind verärgert

Michael Mücke
Fahrradboxen – wie  in Rüttenscheid – gelten  als diebstahlsicher. In Essen wurden aber 25 aufgebrochen.
Fahrradboxen – wie in Rüttenscheid – gelten als diebstahlsicher. In Essen wurden aber 25 aufgebrochen.
Foto: waz
Viele Fahrradboxen wurden in Essen aufgebrochen. Der ADFC und die Essener Fahrradinitiative fordern Konsequenzen von der Stadt.

Essen. Die Essener Fahrradverbände fordern nach zahlreichen Aufbrüchen von Fahrradboxen an mehreren Bahnhöfen Konsequenzen von der Stadt. Der jetzige Zustand „ist unhaltbar“, klagt Rolf Fliß, Sprecher der Essener Fahrradinitiative (EFI). „Die Boxen müssen sicherer gemacht werden.“

Darauf wird er am kommenden Mittwoch beim Treffen des Arbeitskreises Radverkehr, der sich aus Vertretern der Fahrradverbände, der Stadt und der Polizei zusammensetzt, mit Nachdruck drängen.

Ähnlich argumentiert Jörg Brinkmann, Vorsitzender des Fahrradclubs ADFC in Essen: „Das ist wirklich ärgerlich und offenbar ein Essener Phänomen“, berichtet er. Denn Nachfragen bei Kreisverbänden ergaben, dass diese Probleme in anderen Städten nicht auftauchten. In der Ruhrmetropole dagegen wurden, wie berichtet, seit Spätsommer 25 der 165 städtischen Fahrrad-Boxen aufgebrochen und zwölf Räder gestohlen. In der Folge kündigte bisher jeder zehnte Nutzer den Mietvertrag. Teilweise waren nicht nur Türen aufgebrochen worden. es gelang den Tätern auch, Seitenwände einzutreten.

Radverkehr sollte gefördert werden

Die Stadt ließ hier und da Zusatzstreben als Verstärkung anbringen, teils steht sie aber noch in Verhandlungen. Da mehrere Hersteller angesprochen werden müssen, verzögern sich hier und da die Nachbesserungen. Dies müsse möglichst schnell passieren, so der ADFC: „Wir sind immer davon ausgegangen, dass die Boxen sicher sind“, betont Brinkmann.

Dass die so leicht zu knacken sind, hält er für „kontraproduktiv“. Schließlich sollte ja mit dem Angebot der Biker-Garagen der Radverkehr hier gefördert werden.