Auch Rocker aus Essen kamen nach Großeinsatz in Mülheim in Gewahrsam

Die Polizei kontrollierte am Dienstag mit mehreren hundert Beamten an der Eppinghofer Straße in Mülheim. Nach dem Großeinsatz mussten auch Essener Rocker die Nacht bei der Polizei verbringen.
Die Polizei kontrollierte am Dienstag mit mehreren hundert Beamten an der Eppinghofer Straße in Mülheim. Nach dem Großeinsatz mussten auch Essener Rocker die Nacht bei der Polizei verbringen.
Foto: Fabian Strauch

Essen. Nach dem Großaufgebot am Dienstag mit mehreren hundert Beamten in Mülheim, mussten 17 Mitglieder der verfeindeten Rockerbanden Hells Angels und Bandidos, darunter auch Essener, die Nacht Polizeigewahrsam in Essen verbringen, bevor sie am Morgen „nach und nach“ wieder entlassen wurden.

In einem Wagen fanden die Beamten 40 ca. 120 cm lange Axtstiele, die als Schlagwaffen im Kofferraum deponiert waren. „Ein deutliches Zeichen, dass gewalttätige Auseinandersetzungen geplant waren“, sagt Polizeisprecher Ulrich Faßbender. Es geht um Drogen, Prostitution, Waffen oder Türstehergeschäfte – „knallharte organisierte Kriminalität“.

Bei Kontrollen war der Polizei vor Monaten aufgefallen, dass sich Hells Angels im eigentlich Bandidos-beherrschten Gebiet aufhielten. „Nun hatten wir konkrete Hinweise, dass die Bandidos ihre Macht demonstrieren wollten.“ In den nächsten Tagen und Wochen wird es weitere Einsätze und Kontrollen geben. Faßbender: „Wenn die Polizei jeden Tag auf der Matte steht, vermiest das ihr Geschäft.“ (km, ah)