Asylpolitik: Demo und Aktionen im Essener Norden geplant

Bereits in der Vergangenheit hatte es Demonstrationen zum Thema Asylpolitik im Essener Norden gegeben, zum Beispiel Mitte Februar in Karnap.
Bereits in der Vergangenheit hatte es Demonstrationen zum Thema Asylpolitik im Essener Norden gegeben, zum Beispiel Mitte Februar in Karnap.
Foto: Essen
Bürgerinitiativen im Essener Norden laden zu einer weiteren Demonstration ein. Auch mehrere SPD-Ortsvereine arbeiten bei den Initiativen mit.

Essen. Auch nach dem Asyl-Kompromiss im Rat sind mehrere Bürgerinitiativen im Essener Norden unzufrieden und laden zu einer weiteren Demonstration ein, die am Sonntag, 3. April, ab 14 Uhr auf dem Schonnebecker Marktplatz über die Bühne gehen soll. Die Initiativen stehen der deutschen Asylpolitik im allgemeinen, aber auch der Verteilung von Flüchtlingen in Essen weiter kritisch gegenüber, bemängeln „planlose Integration“ und stellen Forderungen zu einzelnen Standorten.

„Wir als Anwohner und Bürger möchten eingebunden werden und nicht teilnahmslos zusehen“, heißt es in er Einladung. Pikant wird das Treffen auch deshalb, weil mehrere SPD-Ortsvereine im Norden bei den Bürgerinitiativen mitarbeiten, einige ihrer Vertreter sind als Teilnehmer angekündigt und sollen möglicherweise auch Reden halten. Die Rats-SPD hatte dem Asyl-Kompromiss an der Seite der CDU zugestimmt.

Vor der Kundgebung soll es als symbolisches Zeichen eine Art Luftballon-Aktion geben, mit der die nach Ansicht der Initiativen zu große Häufung von Flüchtlingsunterkünften im Essener Norden optisch deutlich werden soll. (F.S.)