Ansturm auf die lange Nacht der Industrie an Rhein und Ruhr

Blick in die Produktion der Aluhütte Trimet in Essen. Das Unternehmen öffnet in der langen Nacht der Industrie die Pforten.
Blick in die Produktion der Aluhütte Trimet in Essen. Das Unternehmen öffnet in der langen Nacht der Industrie die Pforten.
Foto: WAZ FotoPool
Die lange Nacht der Industrie an Rhein und Ruhr am kommenden Donnerstag ist längst ausgebucht. Für die 2500 Plätze gab es über 4000 Interessenten. Aus Sicht der IHK ist das ein deutliches Zeichen dafür dass die Aufmerksamkeit für die Industriebetriebe wächst.

Essen.. Die lange Nacht der Industrie findet am Donnerstag erst zum zweiten Mal an Rhein und Ruhr statt, und sie ist schon völlig überlaufen. Für die 2500 Plätze liegen 4000 Anmeldungen vor - nur wenige Interessenten können hoffen, von den Reservelisten noch nachzurücken.

„Das zeigt, wie groß das Interesse an der Industrie ist“, sagt Heinz-Jürgen Hacks von der Industrie- und Handelskammer Essen. Aus seiner Sicht, setze sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass Industrie nicht Dreck und Gestank bedeutet, sondern ein attraktiver Arbeitgeber ist.

Einblicke in die Produktion

55 Unternehmen werden von 17 bis 22.30 Uhr Einblick in ihre Produktion geben. In Essen sind die Alu-Hütte Trimet und das Druckhaus der WAZ-Mediengruppe dabei. Hacks hofft, dass die Veranstaltung eine Dauereinrichtung in der Region wird und dass sich künftig noch mehr Unternehmen dieser Idee öffnen werden. Hacks räumt jedoch ein, dass nicht jedes Unternehmen die Größe hat, um jeweils 50-Mann-Gruppen durch die Hallen zu führen.

Große Industrie-Unternehmen gebe es in Essen ohnehin nicht mehr viele. „Wir haben in den letzten Jahrzehnten einen rapiden Rückgang bei den Industriearbeitsplätzen erlebt.“ Gab es zu Hochzeiten in den 50er Jahren noch 222 000 Jobs in der Industrie, sind es heute noch 39 000 Beschäftigte in der Stadt. Damit entfallen nur noch rund sieben Prozent auf den Industriebereich. „Essen ist de facto entindustrialisiert“, meint Hacks.

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