Bottrop

Amokfahrt in Bottrop und Essen: Was wir über den Täter bisher wissen – und was nicht

Ein 50-jähriger Mann aus Essen soll der Amokfahrer von Bottrop und Essen sein. Bei seiner Amokfahrt soll es ihm darum gegangen sein, gezielt Ausländer zu verletzen.
Ein 50-jähriger Mann aus Essen soll der Amokfahrer von Bottrop und Essen sein. Bei seiner Amokfahrt soll es ihm darum gegangen sein, gezielt Ausländer zu verletzen.
Foto: dpa
  • Ein Mann (50) aus Essen ist mit Absicht in Passanten gerast
  • Die Polizei und Staatsanwaltschaft veröffentlichen erste Informationen zum Täter
  • Der Täter soll gezielt versucht haben, Ausländer zu töten

Bottrop. In der Silvesternacht hat ein 50-jähriger Mann aus Essen mit seinem Auto im Ruhrgebiet mehrere Menschen angefahren. Die Ermittlungen zu Hintergründen und Hergang der Tat laufen auf Hochtouren.

Die Ermittler in Bottrop und Essen sprechen nun von insgesamt vier Tatorten und mindestens acht Verletzten. Der Mann (50) hatte in Essen noch ein viertes Mal probiert in eine Personengruppe zu fahren.

Amokfahrt in Bottrop: Essener soll aus fremdenfeindlichen Motiven gehandelt haben

Der mutmaßliche Täter soll 50 Jahre alt sein und aus einem fremdenfeindlichen Motiv heraus gehandelt haben. Bei seiner Festnahme gab er entsprechende fremdenfeindliche Äußerungen von sich. Die Staatsanwaltschaft Essen beantragt Haftbefehl wegen mehrfachen versuchten Mordes gegen den 50-Jährigen aus Essen.

Täter soll aus fremdenfeindlichen Gründen gehandelt haben

Innenminister Herbert Reul äußerte sich zum Amokfahrer. „Es gab die klare Absicht von diesem Mann, Ausländer zu töten.“ Unter den Opfern sind Syrer und Afghanen. Die Polizei und Staatsanwaltschaft sprechen von einem „gezielten Anschlag.“

+++ Bottrop: Amokfahrer (50) aus Essen machte Jagd auf Ausländer +++ Video zeigt Amokfahrt +++

Mann äußert sich in Vernehmung: Ausländer seien Problem in Deutschland

Nach Informationen, die dem Nachrichtenmagazin Spiegel vorliegen, soll der 50-Jährige in seinen polizeilichen Vernehmungen gesagt haben, dass die vielen Ausländer ein Problem für Deutschland seien, das er lösen wolle. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei, soll der Mann eine schizophrene Erkrankung haben.

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Mutmaßlicher Täter soll sich früher mehrfach in geschlossener Einrichtung ausgehalten haben

Das Nachrichtenmagazin berichtet außerdem, dass der 50-Jährige sich in der Vergangenheit schon einige Male in einer geschlossenen Einrichtung aufgehalten habe. Erste Informationen von Ermittlern aus Essen, über eine mögliche psychische Erkrankung des Amokfahrers, wurden damit weiter bekräftigt.

Laut Polizei sei er jedoch bislang nicht polizeilich in irgendeiner Form in Erscheinung getreten.

Die Sicherheitsbehörden haben derzeit keine Hinweise darauf, dass der Autofahrer Kontakte in die rechtsextreme Szene hat. Bislang habe die Polizei keinen Ansatzpunkt gefunden, „dass dieser Mann irgendwelche Verbindungen hat oder dass er selber in irgendwelchen rechtsradikalen Kreisen sich bewegt“, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch dem Sender WDR5.

Es scheine, dass der mutmaßliche Täter „aus einer persönlichen Betroffenheit und Unmut heraus dann Hass auf Fremde entwickelt hat“. Allerdings bräuchten die polizeilichen Ermittlungen noch Zeit.

50-Jähriger verletzt bei Amokfahrt vier Menschen

Die schlimmsten Folgen hatte die Amokfahrt des Mannes in Bottrop, wo der 50-Jährige kurz nach Mitternacht auf dem zentralen Berliner Platz in die Menge fuhr, die gerade dabei war das neue Jahr mit Böllern und Raketen zu begrüßen. Insgesamt wurden acht Menschen verletzt, darunter auch ein Kind. Eine 46-Jährige schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

Einen weiteren Verletzten gab es später in Essen. Zwei andere Versuche des Mannes, in Bottrop und Essen weitere Fußgänger anzufahren, schlugen fehl. Hier kamen die Passanten mit dem Schrecken davon. (Mit dpa)

 
 

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