Essen

Amazon eröffnet Verteilerzentrum in Essen: Anwohner haben Angst vor schlimmen Folgen

Hier entsteht das neue Amazon - Verteilerzentrum in Essen.
Hier entsteht das neue Amazon - Verteilerzentrum in Essen.
Foto: Funke Foto Services

Essen. Ende März soll es bereits soweit sein: Täglich können in dem neuen Logistikzentrum von Amazon in Essen 35.000 Pakete umgepackt und verschickt werden. Das soll dem Konzern dabei helfen, vor allem die Prime-Mitglieder mit schnellen Lieferungen zu besänftigen. Für das Nordviertel könnte es drastische Konsequenzen haben.

Das Verteilerzentrum an der Pferdebahnstraße im Nordviertel in Essen wird nicht extra neu gebaut. Früher hatte die Metro dort ein Groß-Lager, jetzt will der Versandriese es nutzen. Denn Amazon braucht Platz und soll noch schneller werden, so viele Aufträge erhält der Online-Händler.

Amazon baut Verteilerzentrum in Essen

Auf 15.000 Quadratmetern baut Amazon die große Halle aus und schafft 150 neue Arbeitsplätze, wie der Logistikkonzern mitteilt.

Und diese Mitarbeiter sollen vor allem in der Nacht im Einsatz sein und Pakete von großen Lieferwagen in kleine Transporter umsortieren. Das bedeutet für das Nordviertel aber auch: Die Lkw kommen in den Abendstunden erst in Essen an, bevor sie ausgeladen werden.

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In den sozialen Medien befürchten nun einige User, dass es sehr laut werden könnte, wenn die Brummis durch den Stadtteil abends fahren. „Wenn die Lkw erst gegen 19 Uhr da anrollen, dann wird das aber richtig sch****“, schreibt eine Userin bei Facebook. Sie und andere befürchten, um ihren Schlaf gebracht zu werden.

Die Pferdebahnstraße liegt in einem Gewerbegebiet, die nächsten Wohnhäuser sind einige Hundert Meter entfernt.

Lkw müssen durch Anwohnergebiet, um zum Verteilerzentrum zu gelangen

Aber: Um dort hinzugelangen, müssen die Lkw über die Hans-Böckler-Straße, den Berthold-Beitz-Boulevard oder die Bottroper Straße fahren. Und dort gibt es zahlreiche Anwohner. Die jetzt Angst haben, dass es vorbei ist mit der nächtlichen Ruhe.

Ob und wie Amazon dieses von den Anwohnern befürchtete Problem lösen mag, ist bisher nicht bekannt. (fb)

 
 

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