Altendorf braucht mehr Sponsoren

Frank-Rainer Hesselamnn

Altendorf.  „Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gezogen. Wir hätten mehr Dinge verkaufen können, wenn es nicht geregnet hätten und wir mehr Zelte gehabt hätten. Aber trotzdem war es ein erfolgreicher Nachmittag für uns.“ Petra Koch, Vorsitzende des Fördervereins Treffpunkt Altendorf, sieht den Einsatz ihrer Mitstreiter positiv. „Wir haben den Treffpunkt Altendorf und seine unersetzbare Aufgabe für den Stadtteil bei vielen Besuchern ins Gespräch gebracht.“

Die Mitstreiter des Fördervereins wollen erreichen, dass der Treffpunkt an der Kopernikusstraße 8 erhalten bleibt. Dort treffen sich beispielsweise – immer mittwochs ab 12 Uhr – zahlreiche Nachbarn zum Mittagstisch. Eine Köchin bereitet dort das Menü zu, Helferinnen servieren die Speisen und Getränke an den Tischen. Ein Obolus ist ebenfalls dafür fällig. Aber den zahlen die Besucher gern, weil sie sich beim Essen noch mit Bekannten unterhalten können. Sollten Gruppen die beliebte Tafel im Treffpunkt besuchen, bitte vorher verbindlich anmelden.

Jeweils donnerstags, ab 14 Uhr, duftet im Gruppenraum Kaffee zum Seniorennachmittag. Die Plauderstunde nutzen ebenfalls zahlreiche Gäste um zu erfahren, was sich im Stadtteil gerade tut. Immer ein Thema ist die Umgestaltung der Altendorfer Straße. Mehr Informationen dazu gibt es ebenfalls im Treffpunkt.

Wer ein gutes Frühstückt bevorzugt, kann dieses ebenfalls im Haus an der Kopernikusstraße mit anderen teilen. Dort schmieren Jungen und Mädchen der Salzmannschule Brötchen, fragen nach dem Wunschaufschnitt, kochen Eier und Kaffee. Dabei lernen die Schüler den Umgang mit Leuten und die Gäste freuen sich über diesen Service, wissen die betreuenden Lehrer sowie die Mitarbeiter des Treffpunktes in Altendorf.

Hinzu kommen zahlreiche Beratungs-, Integrations- und Kursangebote, welche die Bewohner des Stadtteils schätzen – ganz gleich, welcher Nationalität sie angehören.

60 000 Euro kostet der Betrieb des Hauses im Jahr. Diese Förderung soll in absehbarer Zeit nicht mehr in diesem Umfang nach Altendorf fließen. Ob der Förderverein die dann fehlende Summe mit seinen Aktivitäten ausgleichen kann, ist bisher noch völlig offen. In erster Linie will der Verein auf die Angebotes des Treffpunktes aufmerksam machen. „Demnächst werden wir auch Sponsoren suchen, die die Treffpunktarbeit unterstützen“, kündigt Petra Koch an. Der Förderverein plane dazu weitere Werbeaktionen für den Treffpunkt, den Altendorf ihrer Meinung nach auf keinen Fall verlieren dürfe.