Aldi Süd und Nord: Planen die Discounter die Mega-Fusion?

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator
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Der Aldi-Äquator spaltet die Republik. Quer durch Deutschland verläuft die Grenze der beiden Discounter-Riesen Aldi Nord und Aldi Süd. Fein säuberlich haben sie sich die beiden Unternehmensgruppen den deutschen Markt aufeinander aufgeteilt – damit auch ja niemand im Revier des anderen wildert.

Die Folge: Unterschiedliche Produkte und Angebote, verschiedene Ladenstrukturen, aber auch unter unterschiedliche Belieferungsketten und Organisationsstrukturen. Doch die Aldi-Grenze bröckelt! Steht die Wiedervereinigung vor der Tür? Ein Bericht des „Manager Magazin“ deutet zumindest eine deutlich engere Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd an – mit deutlichen Auswirkungen auf die Kunden.

Aldi: Discounter-Riese teilt die Republik

Die Grenze zwischen Aldi Nord und Aldi Süd verläuft vom Westmünsterland über Mülheim an der Ruhr nach Osten bis nördlich von Fulda. Die neuen Bundesländer gelten vollständig als Aldi-Nord-Gebiet – bis auf eine kuriose Ausnahme in Thüringen. Dort steht, wie das tapfere gallische Asterix-Dorf im Römerreich, der einzige Aldi Süd im Osten. Warum das so ist, liest du hier >>> hier.

Schon lange blicken die Aldi-Nord-Kunden dabei etwas neidisch auf die Einkäufer der Aldi-Süd-Geschäfte. Die Auswahl sei größer, die Läden komfortabler, das Angebot breiter, lautet die vorherrschende Meinung. Doch mit den großen Unterschieden könnte bald Schluss sein.

Das deutet ein Protokoll von Spitzenmanagern unter dem Titel „Kooperation Aldi Nord - Aldi Süd“ an. Demnach soll die Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd, die schon seit mehr als zwei Jahren geplant wird, enger und weitreichender ausfallen, als bislang spekuliert wurde.

Engere Zusammenarbeit angekündigt

Nach Informationen des „Manager Magazins“ gehe die Kooperation sogar so weit, dass am Ende ein einheitlich gesteuerter Verbund, mit nahezu identischen Organisationsstrukturen und gleichem rechtlichen Rahmen entstehen soll. „Alle Sortimente und Abläufe“ sollen demnach in Einklang gebracht werden.

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Das ist jedoch nicht alles: Einkauf und Dienstleistungsabteilungen, Werbung sowie Logistik sollen in Zukunft nur noch einmal für beide Discounter erbracht werden. Warum Aldi Nord und Aldi Süd auf stärkere Zusammenarbeit setzen? Ganz einfach: Aus Kostengründen.

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Das ist Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen
  • Aldi steht für Albrecht Diskont: In 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • In 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert und hat den heutigen Namen „Aldi“ gekriegt
  • Die Trennung in Nord und Süd erfolgte in 1961
  • Mittlerweile zählt Aldi zu den zehn größten Einzelhandelsgruppen weltweit

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Aldi kämpft um schwarze Zahlen

Der Lebensmittel-Markt ist hart und umkämpft. Im ersten Halbjahr 2018 ging bei Aldi Nord der Umsatz aufgrund des Umbaus von Filialen sogar zurück. Bei Aldi Süd stieg er im gleichen Zeitraum zwar um 3,3 Prozent, richtig zufrieden können die Aldi-Chefs aber nicht sein. Denn zum Vergleich: Bei Lidl betrug die Steigung sogar 6,8 Prozent.

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Durch die Zusammenlegungen sollen Redundanzen reduziert werden. Heißt: Die Planung einer großer Werbeaktionen könnte in Zukunft nicht mehr für Nord und Süd einzeln erfolgen, sondern für beide zusammen.

Kommt es zur Wiedervereinigung?

Dass die nun angekündigte engere Zusammenarbeit am Ende auch in einer endgültigen Fusion von Aldi Nord und Aldi Süd mündet, ist jedoch eher unwahrscheinlich.

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Neben den Eigentümerfamilien dürfte nach Einschätzung des „Manager Magazins“ auch das Bundeskartellamt erhebliche Einwände haben. (dav)

 
 

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