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Aldi trifft vor Silvester ungewöhnliche Entscheidung - darüber regen sich jetzt viele Kunden auf

Aldi und Lidl sind Deutschlands größte Discounter.
Aldi und Lidl sind Deutschlands größte Discounter.
Foto: dpa

Essen. Kurz vor Jahresende haben Aldi und Aldi Süd eine ungewöhnliche Entscheidung getroffen.

So öffnen die Discounter-Brüder zwischen dem 28. Dezember und Silvester bereits um sieben Uhr. Normalerweise dürfen die Kunden erst ab acht Uhr die Filialen betreten.

Der Grund für frühe Öffnungszeiten

Der Grund für die frühen Öffnungszeiten: Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist in Deutschland nur an den letzten drei Werktagen des Jahres gestattet. Dementsprechend erwarten die Verkäufer riesige Kundenströme.

Um die in Bahnen zu lenken, öffnet Aldi seine Türen also bereits eine Stunde früher als üblich.

Klar ist auch: Aldi setzt große Stücke auf den Verkauf von Raketen, Heulern und Co. Sowohl auf der Homepage als auch im Prospekt wirbt der Discounter großflächig mit dem Feuerwerk. So ist beispielsweise ein riesiges Banner über die Aldi-Nord-Website gelegt. Der Slogan: „Total verknallt“ und die Werbung für die 104-Schuss-XXL-Kometen-Fächer-Batterie“ Witchcraft.

Viele Kunden sind von der Aktion gar nicht begeistert. So schreibt beispielsweise Helmut T. auf Facebook: „Liebe ALDI SÜDler, ich kann verstehen, dass ihr mit dem Feuerwerk an Silvester Geld verdienen wollt. Und das, obwohl ich mehrere gute Gründe habe, weshalb ich Feuerwerk und Geknalle, etc. ablehne. Was ich nicht verstehe ist, dass dafür auch noch früher geöffnet werden soll. Ist das Geschäft für Euch so wichtig?“

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Zudem gibt es schon länger Bestrebungen, den Gebrauch von Feuerwerkskörpern in Innenstädten einzuschränken. Umweltschützer wie die „Deutsche Umwelthilfe“ führen hierzu die Feinstaubwerte an, die durch die teils massive „Böllerei“ in die Höhe schnellen würden.

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Tier-Halter gegen Feuerwerk

Verärgert über Feuerwerk sind auch die Tier-Halter. Sie prangern an, dass viele Vierbeiner durch die lauten Knallgeräusche stark verängstigt würden. So schreibt beispielsweise Peta: „Wildtiere, Hunde und Katzen nehmen den ohrenbetäubenden Lärm, die hellen Blitze und die unbekannten Gerüche mitunter als lebensbedrohliche Situation wahr. Feuerwerke versetzen die Tiere nicht nur in Todesangst und Panik, sondern können schnell zur tödlichen Gefahr werden. Wer ein Herz für Tiere hat, sollte das Jahresende deshalb möglichst ohne Raketen und Knallkörper feiern.“

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Julia Klöckner gegen ein Verbot

Gegen ein Verbot hat sich Julia Klöckner (CDU), die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft ausgesprochen. Sie sieht derzeit keinen Handlungsbedarf.

Wichtig: Im Kleingedruckten des Aldi-Prospektes schreibt der Discounter, dass es in einzelnen Filialen zu Abweichungen kommen könne. Aushänge sollen von den Kunden beachtet werden. (göt)

 
 

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