Essen

AfD-Mann Reil kritisiert rotes Eckhaus in Essen-Karnap - das sagen die Anwohner zur Situation

Das rote Eckhaus in Essen-Karnap sorgt für Aufregung.
Das rote Eckhaus in Essen-Karnap sorgt für Aufregung.
Foto: Der Westen
  • AfD-Mann Guido Reil macht im ZDF-Magazin „Frontal21“ Stimmung gegen bewohner eines Hauses in Karnap
  • Ist es dort wirklich so schlimm?
  • DER WESTEN hat sich vor Ort umgehört

Essen. AfD-Mitglied Guido Reil hat in einem Bericht des ZDF-Magazins „Frontal21“ Stimmung gegen ein Haus und dessen Bewohner in Essen-Karnap gemacht (wir berichteten). Das Haus ist in libanesischer Hand, der Eigentümer wehrt sich gegen die Vorwürfe von Guido Reil.

Alles nur Panikmache und Hetze eines AfD-Politikers oder begründete Sorge um den Stadtteil?

Wir haben mit Anwohnern gesprochen

Wir haben mit Anwohnern gesprochen, wie die Situation wirklich vor Ort ist.

Hüryet (71) lebt seit 43 Jahren in Karnap. Die rüstige Türkin hat schon vieles in dem Stadtteil mitbekommen. Ein Problem mit dem roten Eckhaus allerdings noch nie. „Die Bewohner sind nett, höflich und friedlich. Manchmal steht da etwas Sperrmüll rum. Aber wo tut es das nicht?“, sagt Hüryet.

„Das stimmt so alles nicht.“

Sie sieht den Bericht (als DER WESTEN ihr ihn zeigt) als Panikmache an. „Das stimmt so alles nicht.“

„Ab und an gab es mal Streit“

Jürgen Kuschnek (34) lebt einige Häuser von dem roten Eckhaus entfernt in einem anderen Mehrfamilienhaus. Ab und an habe er Streitigkeiten im Haus unter den Anwohnern mitbekommen. Aber nichts Schlimmes.

„Ich verstehe den Reil überhaupt nicht. Aber ich kann Muhamed (Bewohner des Hauses, Anm. der Redaktion) verstehen. Mich würde das auch nerven, wenn andauernd gegen mein Haus gemotzt werden würde.“

Nervös wirkt übrigens niemand, während DER WESTEN mit ihnen spricht. Entspannt flanieren die Passanten über den Platz. Bis auf eine Dame mit Dackel scheint hier niemand Probleme zu sehen.

„Manchmal sieht es aus wie eine Müllhalde“

Die Dame mit Dackel (ihren Namen möchte sie nicht sagen) regt sich oft über das Haus auf. „Das sieht manchmal aus wie eine Müllhalde. Also hinten, vorne sieht man eigentlich nie was.“

Streit habe sie nicht mitbekommen. Sie möchte aber bei der nächsten Wahl der AfD ihre Stimme geben. „Es muss endlich mal was passieren“, sagt sie dazu.

(fb)

 
 

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