Essen

Nach tödlichem McLaren-Unfall auf A52: Schwester des Opfers (18) erhebt schwere Vorwürfe gegen den Fahrer

Die 18-jährige Gina aus Mülheim kam bei einem Unfall mit einem McLaren auf der A52 ums Leben.
Die 18-jährige Gina aus Mülheim kam bei einem Unfall mit einem McLaren auf der A52 ums Leben.
Foto: WTV News
  • Tödlicher Unfall auf der A52 in Essen
  • Ein 23-Jähriger aus Essen verliert die Kontrolle über seinen McLaren
  • Für seine Beifahrerin (18) aus Mülheim kommt jede Hilfe zu spät
  • Sie ist am Samstag beerdigt worden

Essen. Sie ist nur 18 Jahre alt geworden, verstarb viel zu früh. Die Abiturientin Gina überlebte einen schlimmen Crash mit einem McLaren auf der A52 nicht. Der Fahrer des 570PS-Luxusschlitten kam mit einem Schreck davon. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Am Samstag ist die junge Mülheimerin beerdigt worden. Wie die „Bild“ berichtet war die Anteilnahme groß. Ein Foto zeigt, wie ihr Grab von einem Blumenmeer überdeckt wird.

McLaren-Unfall auf A52: Insassen waren angeschnallt

Knapp elf Tage ist es her, da durchbrach der grüne McLaren 570 S auf der Autobahn A52 zwischen Essen-Süd und Essen-Kettwig in Fahrtrichtung Düsseldorf die Leitplanke. Bei dem Unglück wurde die 18-jährige Beifahrerin aus dem Fahrzeug herausgeschleudert. Rettungskräfte versuchten noch sie zu reanimieren - vergeblich.

Fahrer und auch Beifahrerin waren angeschnallt, wie die Polizei später ermitteln konnte. Der 23-Jährige hatte sich selbstständig aus dem Wrack befreien können.

Die Suche nach der Unfallursache dauert weiterhin an.

Unfallursache weiterhin unklar

Ein Sachverständiger werde anhand der Schäden des sichergestellten Luxusschlittens beurteilen, wie schnell der 23-Jährige unterwegs war. Fakt ist: „Nach jetzigem Erkenntnisstand gibt es im Bereich der Unfallstelle kein Tempolimit“, so der Polizeisprecher.

Was die Ursache für den tödlichen Unfall war, ist weiterhin unklar. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet, ein möglicher Prozess könnte für Aufklärung sorgen.

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Schwester trauert nach schwerem Unfall

Gegenüber der „Bild“-Zeitung äußert sich erstmals die Schwester (26) der 18-Jährigen. Die beiden Frauen verband eine enge Freundschaft.

Sie beklagt: „Mich quälen so viele Fragen und ich finde keine Antworten. Und der Fahrer hat sich noch nicht einmal bei unserer Familie gemeldet.“ Ihr sei egal, welche Strafe den 23-jährigen Fahrer erwartet, denn: „Ich habe das Wichtigste auf der Welt verloren.“

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Die Polizei Essen prüft nun Zusammenhänge zwischen dem tödlichen McLaren-Crash auf der A52 und dem vermutlich illegalen Autorennen mit einem Ferrari und einem Lamborghini auf der Margarethenhöhe in Essen. >>>mehr dazu hier lesen

Innerhalb von wenigen Tagen haben sich diese Vorfälle ereignet. „Das hat uns natürlich aufhorchen lassen. Wir ermitteln da gerade“, erklärt Polizeisprecher Christoph Wickhorst auf Nachfrage von DER WESTEN.

Hat sich im Essener Süden etwa eine Raserszene entwickelt? Denn viele Zeugen und Passanten im Essener Süden gaben bei der Polizei an, in den letzten Wochen und Monaten, auch bereits im vergangenen Jahr schnelle Autos auf der Sommerburgstraße und der Meisenburgstraße beobachtet zu haben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (jg/ak/mb/lin,js)

 
 

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