A40-Brücken: Deutsche Bahn verkündet Horror-Nachricht – und enthüllt unfassbare Kosten nach Tanklaster-Unfall

A40-Brücken: Nächste Hiobsbotschaft für Pendler. (Symbolbild)
A40-Brücken: Nächste Hiobsbotschaft für Pendler. (Symbolbild)
Foto: imago images / Reichwein

Die schlechten Nachrichten bezüglich der Instandsetzung der A40-Brücken nach dem Unfall eines Tanklasters reißen einfach nicht ab.

Nun hat die Deutsche Bahn eine weitere Horror-Nachricht bezüglich der A40-Brücken verkündet und außerdem aufgezeigt, welche Kosten der Unfall verursacht hat.

A40-Brücken: Deutsche Bahn verkündet Horror-Nachricht

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, werden die Arbeiten an den A40-Brücken nun doch deutlich länger andauern als bisher angenommen worden war.

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Das ist die A40:

  • Die Autobahn 40 wurde im November 1955 gebaut
  • Sie führt von der niederländischen Grenzen bis nach Dortmund
  • Derzeit hat sie eine Länge von 95,4 Kilometern

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Von den neuen Arbeiten sind zwei der insgesamt fünf Brücken in Mühlheim-Styrum betroffen. Dadurch werden auch Pendler wieder stark beeinträchtigt werden, teilte die Deutsche Bahn mit.

A40: Zwei Brücken doch schwerer beschädigt

Wie Gutachter nun feststellten, sind die Brücken zwei und vier so stark beschädigt worden, dass „die Verkehrssicherheit der Bauwerke nicht mehr gegeben ist und die Brücken für den Eisenbahnverkehr nicht freigegeben werden können.“

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Wegen dieses Gutachtens müssen die beiden Brücken über der A40 nun abgerissen werden, da eine Reparatur nicht möglich ist. Auf der Brücke zwei fahren normalerweise Güterzüge in die Richtungen Oberhausen und Mühlheim-Styrum. Für Pendler aber viel bedeutender ist der Abriss der Brücke vier. Hier fuhren S-Bahnen zwischen Oberhausen und Essen lang.

A40: Zwei Brücken müssen abgerissen werden – SO sieht der Plan aus

Für den Abriss der beiden Brücken über der A40 und den Bau einer Hilfsbrücke für die bereits abgerissene Brücke drei wird die Autobahn ab dem 4. Dezember für voraussichtlich zehn Tage voll gesperrt. „Die DB plant die Arbeiten im Dezember rund um die ohnehin notwendige Sperrpause der Eisenbahnstrecke zwischen Essen und Duisburg vom 2. bis 7. Dezember“, so die Deutsche Bahn. In diesem Zeitraum würden sowieso langfristig geplante „Arbeiten für die 2. Ausbaustufe des elektronischen Stellwerks (ESTW) in Duisburg“ laufen. Für die Abrissarbeiten ist eine vollständige Sperrung des Bahnverkehrs im Brückenbereich notwendig.

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Die Ersatzbrücke für die bereits abgerissene Brücke drei möchte die Deutsche Bahn bis Ende des Jahres im Einsatz haben und so einen Großteil des Personen-Verkehrs zwischen Duisburg und Essen wieder aufnehmen. Auf der Brücke vier fuhren vor dem Unfall die S3 und RE49. Wie es hier weitergeht, ist noch unklar.

„Bereits jetzt liegen die Kosten bei einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag“, teilte die Deutsche Bahn mit. Immerhin gibt es auch positive Nachrichten. Ab dem kommenden Montag fährt die S1 von Solingen über Duisburg nach Mülheim-Styrum im Pendlerbetrieb alle 20 Minuten. Eine Durchfahrt bis nach Essen sei aber leider noch nicht möglich.

Wie „Abellio Rail NRW“ am Donnerstag mitteilte, fährt der RE1 in Fahrtrichtung Aachen weiterhin eine Umleitung über Gelsenkirchen, wodurch die Haltestellen Bochum Hbf, Wattenscheid, Essen Hbf und Mülheim (Ruhr) Hbf weiter nicht angefahren werden. Es bleibt auch bei den Ersatzhaltestellen Herne, Gelsenkirchen Hbf, Essen-Altenessen und Oberhausen Hbf. In der Gegenrichtung verkehrt der RE1 mit den gewohnten Fahrzeiten über den regulären Linienweg. Die Linie RE11 entfällt bis auf weiteres zwischen Essen und Düssledorf. (gb)

 
 

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