80 Afrikaner bei Razzia auf Schrottplatz überprüft

Kai Süselbeck
Der Schrottplatz an der Ripshorster Straße gerät immer wieder ins Visier der Ermittler. Foto: Wiebold
Der Schrottplatz an der Ripshorster Straße gerät immer wieder ins Visier der Ermittler. Foto: Wiebold

Essen. Bei einer großen Razzia auf einem Dellwiger Schrottplatz hat die Essener Polizei am Donnerstag 80 Schwarzafrikaner überprüft. Acht Personen wurden wegen ausländerrechtlicher Verstöße festgenommen, zudem wird wegen Umweltstraftaten ermittelt.

Die Durchsuchung einer Firma auf dem Gelände des berüchtigten Schrottplatzes an der Ripshorster Straße hat sich für die Polizei zu einem Großeinsatz ausgeweitet. Acht Festgenommene sitzen vorläufig in Haft. In dem Labyrinth in Dellwig stießen die Beamten auf eine große Zahl von Schwarzafrikanern, die dort arbeiteten und hausten. Etliche weitere konnten flüchten. Die Beamten waren darüber nicht überrascht, denn: Mehrfach gab es dort Einsätze gegen Schwarzafrikaner, die auf dem unübersichtlichen Gelände Autos zerlegen und für die Verschiffung nach Afrika vorbereiten.

Grund für die Razzia waren ein Ersuchen der Duisburger Staatsanwaltschaft und Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Duisburg, wonach einer Essener Firma gravierende Umweltstraftaten vorgeworfen werden. Beteiligt waren Ausländeramt, Bundespolizei, Umweltamt und Zoll unter Leitung der Essener Polizei mit bis zu 40 Beamten. Als die Aktion begann, flüchteten plötzlich mehrere Personen. Polizeihubschrauber „Hummel“, der über dem Gelände kreiste, steuerte die Beamten am Boden bei der Verfolgung. Bei den Festnahmen leisteten vier der Flüchtigen so massiven Widerstand, dass zwei Polizisten verletzt wurden. 80 Schwarzafrikaner entdeckte die Polizei auf den Grundstücken. Bei 13 von ihnen wurden ausländerrechtliche Verstöße festgestellt.