Essen

75 Prozent pro Erdogan in Essen – so erklärt ein geschockter Oberbürgermeister Kufen das Ergebnis

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (43, CDU).
Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (43, CDU).
Foto: WAZ FotoPool

Essen. In allen Wahllokalen, die in Deutschland für das türkische Referendum geöffnet hatten, stimmte die Mehrheit für eine Verfassungsänderung im Sinne von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Doch nirgendwo war die Zahl der „Ja“-Sager so immens hoch wie in Essen. Fast 76 Prozent sagten „Evet“ – also „Ja“ zu Erdogans Macht-Erweiterung.

„Eindeutigkeit hat mich geschockt“

Das schockiert auch den Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU). „Die Eindeutigkeit des Ergebnisses und dass die Ja-Stimmen bei uns höher sind als in der Türkei hat mich aber dann doch geschockt. Ich habe das Gefühl, wir Deutsche und Türken leben in einem Haus und verstehen uns zunehmend weniger“, sagt Kufen gegenüber der „Bild“.

Eine gescheiterte Integration der im Ruhrgebiet lebenden Türken will Kufen in diesem Ergebnis jedoch nicht sehen: „Jetzt gleich zu sagen, die Integration ist gescheitert, halte ich für falsch. Viele Türken haben nicht gewählt, weil sie sich einfach nicht angesprochen gefühlt haben.“

(dso)

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