Zwangloser und launiger Abend – ohne die Mannschaften

Kristin Peters und Thorsten Metz spielen U2, Kim Wilde und andere.
Kristin Peters und Thorsten Metz spielen U2, Kim Wilde und andere.
Foto: WP

Ennepetal..  Der letzte Bürgermeisterabend im Rahmen des Spax-Cups, zu dem der scheidende Amtsinhaber Wilhelm Wiggenhagen einlud, war zugleich eine Premiere: Erstmals nahmen die Spieler nicht daran teil. „Die Mannschaften wollen das nicht mehr“, erklärte der Gastgeber, dem Wunsch habe man entsprochen. Geschuldet ist das der immer professionelleren Vorbereitung auf die Spiele. Da passt ein langer Abend nicht ins Konzept. Und so fand die Veranstaltung für Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport statt im Saal im Foyer des Hauses Ennepetal statt und das Bühnenprogramm wurde reduziert.

Interviews mit Ex-Profis

„Es soll ein zwangloser Abend werden, zum Austausch und Smalltalk, mit Programm und Musik“, erklärte Moderator Marc Schulte den Gästen, darunter die heimischen Bundestagsabgeordneten Cemile Giousouf und René Röspel.

Kristin Peters und Thorsten Metz von den heimischen Coverrock-Urgesteinen „Smithy“ sorgten mit Gesang und Gitarre für die passenden leisen Töne. Mehmetcan aus Neuss ließ die Gäste staunen. Der Deutsch-Türke ist Deutscher Straßenfußballmeister und hat es mit einem extrem akrobatischen Trick sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Auf der Bühne zeigte er unglaubliche Kunststücke mit dem Ball, der dabei nicht den Boden berührte.

Wilhelm Wiggenhagen begrüßte die offiziellen Vertreter der teilnehmenden Mannschaften. Kurze Interviews, unter anderem mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Daniel Stendel und Otto Addo, die die U19-Mannschaften von Hannover 96 beziehungsweise dem Hamburger SV trainieren, führte als Co-Moderator Jan Schulte. Er hatte sogar einen ehemaligen Weltklasse-Fußballer am Mikrofon: Roy Makaay, niederländischer Topstürmer, der mit Bayern München zweimal das Double holte, trainiert die U19-Mannschaft von Feyenoord Rotterdam. Gefragt nach seinen Kontakten zu den Bayern sagte Makaay, dass er zur Meisterfeier am Samstag beim Spiel gegen Mainz eingeladen worden sei. „Ich bin aber natürlich hier“, sagte er augenzwinkernd.

Einen Helden der TuS-Vereingeschichte hatte dann Marc Schulte auf der Bühne. Siggi Flüshöh, der heute beim Spax-Cup im Innenraum des Bremenstadions für Ordnung sorgt, gehörte der Mannschaft an, die 1976 als bis heute einzige des TuS das Pfingstturnier gewann. „Ich fand mich ziemlich gut“, meinte er auf die Frage nach seinen Erinnerungen. Es sei damals eine tolle Sache gewesen, gegen europäische Mannschaften zu spielen. Mit dem Fußball heute sei es in Sachen Technik und Taktik nicht mehr zu vergleichen. Und damals seien die Spieler der Gastmannschaften noch in Familien untergebracht gewesen – heute undenkbar...

Besonderer Dank an Ehepaar Peiniger

Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen bedankte sich bei allen Helfern, die den Spax-Cup erst möglich machen. Dem TuS-Vorsitzenden Dr. Michael Peiniger und dessen Frau Angelika, die seit 17 Jahren unermüdlich für das Turnier im Einsatz waren, dankte er besonders mit einem historischen Bild des Bremenplatzes und einem Blumenstrauß. Wiggenhagen selbst bekam von Oberliga-Staffelleiter Reinhold Spohn und dem Vorsitzenden des Fußballkreises, Peter Alexander, eine Krawatte des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen.

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