Zu Gast in Heimat von Neo Rauch

Gevelsberg.  Die Idee entstand bei der Vorbereitung der Ausstellung „Grund“, Neo Rauch und Meisterschüler, organisiert von der Stadt Gevelsberg und der Stadtsparkasse im vergangenen Jahr: Auf Einladung der Stadtsparkasse fuhren 17 Schüler des Kunstleistungs- und –grundkurses vom Städtischen Gymnasium Gevelsberg nach Aschersleben zur Grafikstiftung Neo Rauch. Dort nahmen sie im Rahmen des Programms „Grafiktage“ an zwei Kunst-Workshops teil. Mit dabei waren die Kunstlehrerin Inga Gläser, der Referendar Christian Umerle sowie Antje Simon-Behr von der Stadtsparkasse.

Führung durch die Ausstellung

Herzlich empfangen wurden die Schüler am ersten Tag durch Christiane Wisniewski, Leiterin der Grafikstiftung Neo Rauch, und ihrem Team. Nach einer Führung durch die aktuelle Ausstellung und der Besichtigung des Gebäudekomplexes Bestehorn-Park ging es weiter zur Stadtführung durch Aschersleben.

Aschersleben ist die älteste Stadt in Sachsen-Anhalt. In der Innenstadt präsentieren sich Gebäude aus fast allen Architekturepochen. Rund um die Altstadt verläuft der begrünte Promenadenring, auf dessen Route man noch viele Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung entdecken kann.

Nach dem Abendessen sahen die Schüler den Film „Neo Rauch – Ein deutscher Maler“. Der Film dreht sich um das Leben und Schaffen des Künstlers Neo Rauch.

Am nächsten Tag hieß es dann zeitig aufstehen, um rechtzeitig zu Beginn der Workshops in der Grafikstiftung zu sein. Schüler der Gymnasien Gevelsberg und Aschersleben belegten gemeinsam zwei thematische Workshops und arbeiteten einen ganzen Tag lang mit einer erfahrenen Künstlerin.

Meisterschülerin dabei

„Die Inspiration in der Kunst“ hieß der Workshop von Maria Sainz Rueda, einer Künstlerin aus Leipzig und ehemaligen Meisterschülerin von Neo Rauch. Mit Bezug zur aktuellen Ausstellung leitete sie die Schüler an, sich der floralen Welt anzunähern und Pflanzenstudien entstehen zu lassen.

In dem zweiten Workshop gingen die Diplomgrafikerinnen Maria Magdalena Meyer und Katharina Fiedler in ihrem einleitenden Vortrag auf den Ursprung und Einsatz spezieller Schriftzeichen ein. Wie inspiriert der „Text“ den Künstler? Welche Mittel bieten sich umgekehrt mit dem Fachgebiet der Typographie zu arbeiten? Zu ausgesuchten Kalendergeschichten von Botho Strauß entstanden so künstlerische Plakate.

Lesung von Clemes Meyer

Den Abschluss dieses Tages bildete eine Lesung. Um ein für Jugendliche zeitgeschichtliches Thema aufzugreifen, las der Autor Clemens Meyer aus seinem Roman „Als wir träumten“.

Meyer, der in Halle an der Saale 1977 geboren wurde, zeichnete darin die chaotische Lebenswelt von Jugendlichen in Leipzig kurz nach der Wende. Der Roman war Filmvorlage und kam im Februar 2015 in die deutschen Kinos. Am nächsten Tag hieß es Abschied von Aschersleben nehmen: Mit einer Stadtführung durch der seit 1994 zum Weltkulturerbe gehörende Stadt Quedlinburg endeten drei ereignisreiche und spannende Tage und es ging zurück nach Gevelsberg.

 
 

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