„Wir haben eine tolle Truppe“

Siegen ist nicht alles: beim Training für das Sportabzeichen an der Rennbahn steht die persönliche körperliche Fitness im Mittelpunkt. Zeiten müssen von den Übungsleitern dennoch genommen werden, um zu dokumentieren, dass die Voraussetzungen für die Verleihung der Auszeichnung auch erfüllt worden sind.
Siegen ist nicht alles: beim Training für das Sportabzeichen an der Rennbahn steht die persönliche körperliche Fitness im Mittelpunkt. Zeiten müssen von den Übungsleitern dennoch genommen werden, um zu dokumentieren, dass die Voraussetzungen für die Verleihung der Auszeichnung auch erfüllt worden sind.
Foto: WP

Schwelm..  Endspurt für das Sportabzeichen: Zum letzten Trainings- und Abnahmetermin für das Sportabzeichen vor der Winterpause lädt der Stadtsportbund Schwelm für kommenden Montag, 19. Oktober, zwischen 18 und 20 Uhr auf den Sportplatz Rennbahn an die Jesinghauser Straße ein.

100 Erwachsene trainieren

Die Tage sind bereits merklich kürzer geworden, das Flutlicht muss auf der Anlage auch schon eingeschaltet werden und es ist empfindlich kalt geworden. Für Sportabzeichenobfrau Reinhild Weitzsch und ihre männlichen Kollegen geht wieder eine erfolgreiche Saison zu Ende. Gut 100 Erwachsene haben in den zurückliegenden Monaten fleißig in den verschiedenen Disziplinen trainiert, um die Vorgaben für die Prüfungen zu schaffen. Darüber hinaus sind auch die Schwelmer Grundschulen wieder mit am Start gewesen. Allein die Katholische Grundschule St. Marien war mit rund 100 Mädchen und Jungen samt Lehrern mit Feuereifer dabei.

Auf dem Sportplatz trafen sich allwöchentlich jeweils montags Sportler im Alter zwischen 5 und 80 Jahren, um etwas gemeinsam für die eigene Gesundheit zu tun. „Wer rastet, der rostet“, sagt ein altes Sprichwort. Dem kann auch Hanns Grüner beipflichten. Der Ehrenvorsitzende des Stadtsportbundes wird in diesem Jahr selbst 80 Jahre alt. „Seit meinem 65. Lebensjahr mache ich jährlich das Sportabzeichen – natürlich auch in diesem Jahr“, sagt er. Schwer gefallen sei ihm bei ersten Mal besonders das Schwimmen. Es hätte schon einiges an Überwindung gekostet, sich mit 65 Jahren erstmals in das Wasser zu stürzen. Doch seine Tat „bereut“ hat der Schwelmer Sportfunktionär bis auf den heutigen Tag nicht. Und die Angst vor dem Wasser ist wie weggewischt.

Auch Behinderte willkommen

Die Voraussetzungen zum Erlangen des Sportabzeichen wurden vor zwei Jahren verschärft. Reinhild Weitzsch hat deshalb auch einen leichten Rückgang bei der Teilnehmerzahl festgestellt. „Die Alten trauen sich das nicht mehr so leicht zu“, so die Beobachtung der Sportabzeichenobfrau. Das Alter sollte jedoch niemanden vom Training abhalten. Selbst Behinderte sind auf der Anlage an der Jesinghauser Straße gut aufgehoben – dank Lothar Overesch. Der Sportler, selbst behindert, leitet sie gerne an. „Wir kommen gut klar, haben eine tolle Truppe“, sagt Reinhild Weitzsch stolz und freut sich schon wieder auf den Start in die neue Saison im Frühjahr. Davor liegt aber noch die feierliche Vergabe der in diesem Jahr erworbenen Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Die Abzeichen werden voraussichtlich im Januar oder Februar wieder in einer Feierstunde im Heim des Schwelmer Schützenvereins an der Dr.-Moeller-Straße verliehen.

 
 

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