Wieder stirbt ein Hund nach Attacken von Artgenossen

"Lilly", der Hund der Familie Roswora aus Gevelsberg, wurde beim Angriff von zwei Boxer getötet.
"Lilly", der Hund der Familie Roswora aus Gevelsberg, wurde beim Angriff von zwei Boxer getötet.
Foto: WP

Gevelsberg.  Offenbar ist wieder erneut ein Hund bei einer Attacke von Artgenossen getötet worden. Bei einem Spaziergang seiner Frau mit dem 13 Jahre alten Mischling „Lilly“ im Waldgebiet am Büffel sei dieser von zwei freilaufenden Boxer angegriffen worden. „Sie haben ihn nicht gebissen, sondern heftig gestoßen und getreten“, so Ottmar Roswora.

Auf Waldwegen ohne Leine erlaubt

So heftig, dass bei dem Hund anschließend in einer Dortmunder Tierklinik so starke innere Blutungen festgestellt wurden, dass „Lilly“ eingeschläfert werden musste.

Roswora kennt den Besitzer der beiden Boxer. Er schildert ihn als freundlichen Mann, der aber nicht in der Lage sei, die kräftigen Tiere zu beherrschen. Die beiden Boxer waren nicht angeleint. Dass ist erlaubt, so lange sie sich auf Spazier- oder Wanderwegen befinden und nicht im Wald selbst herumlaufen.

Differenzen gibt es im Augenblick noch darüber, welches Ordnungsamt für den Fall zuständig ist. In Gevelsberg erklärte man den Rosworas, es sei Wetter, weil der Vorfall auf dem Gebiet der Nachbarstadt gewesen sei. „Dort hat man meiner Frau allerdings gesagt, dass Gevelsberg zuständig sei, weil wir und auch der Halter der Boxer Gevelsberger sind.“ Dort will man sich des Falls annehmen, hielt aber vorher eine Meldung in Wetter für notwendig.

Bei dem Angriff, den seine „Lilly“ nicht überlebte, seien auch zwei andere Hunde angegriffen worden: „Die Boxer stürzen sich auf kleinere Tiere.“ Laut Roswora gab es schon eine Reihe von Vorfällen. Nach Angaben des Gevelsberger Ordnungsamtes gab es nur einen einzigen dokumentierten Vorfall, der allerdings schon eine ganze Reihe von Jahren zurückliegen würde.

„Lilly“, so Ottmar Roswora, sei schon 13 Jahre alt und krank gewesen. Vor dem Angriff sei das Tier aber noch putzmunter gewesen. Die inneren Blutungen seien durch die Attacken verursacht worden.

Inzwischen hätten Hundebesitzer in Silschede schon Angst, mit ihren Tieren in den Wald zu gehen. Roswora will eine Unterschriften-Aktion starten, damit der Besitzer seine Tiere nur noch angeleint und auch nicht gemeinsam durch den Wald spazieren gehen lassen kann. „Das Ordnungsamt muss handeln“, so Roswora gegenüber unserer Zeitung.

 
 

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