Wichtige Orientierungshilfe für den Notfall

Im Tal der Ennepe, am Aufgang zum Hohenstein, ist das letzte der insgesamt 29 Schilder im Stadtgebiet installiert. Von links Stadtplaner Lutz Spelsberg, die SBE-Mitarbeiter Rainer Tanski und Frank Hagenkötter sowie der stellvertretende Leiter Feuer- und Rettungswache, Jörg Dörner
Im Tal der Ennepe, am Aufgang zum Hohenstein, ist das letzte der insgesamt 29 Schilder im Stadtgebiet installiert. Von links Stadtplaner Lutz Spelsberg, die SBE-Mitarbeiter Rainer Tanski und Frank Hagenkötter sowie der stellvertretende Leiter Feuer- und Rettungswache, Jörg Dörner
Foto: WP

Ennepetal..  Auf den entlegeneren Wander- und Radwegen in Ennepetal sind in den vergangenen Tagen besondere Schilder installiert worden. Neben dem Hinweis auf den Notruf 112 enthalten sie eine Standort-Nummer. Die Hinweissschilder sind Teil eines über das Stadtgebiet verteilten Notfallinformationssystems. Wanderern und Radfahrern soll so eine Orientierung gegeben und den Rettungskräften ein schnellerer und zielgerichteter Hilfseinsatz ermöglicht werden.

„NOSIS“ heißt das System abgekürzt. „Heutzutage sind die Menschen oft mit Handys unterwegs, achten aber nicht so genau darauf, wo sie gerade sind“, erklärt Jörg Dörner, stellvertretender Leiter der Feuer- und Rettungswache Ennepetal. Bei Nachfragen im Falle eines Notrufs sei es für den Hilfesuchenden schwierig, den genauen Standort anzugeben. Durch das kreisweit vereinheitliche Informationssystem kann bei Unglücken oder medizinischen Notfällen nun einfacher Hilfe angefordert werden. Gestern stellten Mitarbeiter der Stadtbetriebe (SBE) das letzte der insgesamt 29 Schilder in Ennepetal auf. Es hat seinen Platz am Wanderweg entlang der Ennepe nahe der L699, unterhalb des Aufgangs zum Hohenstein.

Vierstellige Nummer angeben

Auf den Schildern steht eine vierstellige Nummer. Die erste Ziffer kennzeichnet die jeweilige Stadt – Ennepetal hat die 3 – und die drei folgenden den Standort. Zu jeder Nummer sind in der Leitstelle und den Feuer- und Rettungswachen zum einen die Koordinaten des Standorts hinterlegt, zum anderen Anfahrtswege und Besonderheiten der Örtlichkeit aufgeführt. Wird nun die 112 gewählt, kann der Disponent bei der Rettungsleitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreises den Standort direkt in einem grafischen Informationssystem zuordnen und Zusatzinformationen abrufen. „Beispielsweise gibt es hier eine Brücke, über die ein Löschfahrzeug nicht fahren kann“, erklärte Jörg Dörner gestern bei der Aufstellung des Schildes an der Ennepe. „Diese Information steht dann auf dem Alarmfax, so dass der Rettungsdienst unter anderem direkt Tragehilfe durch die Feuerwehr anfordern kann.“

„NOSIS“ als standardisiertes System – Vergleichbares gibt es in ganz Deutschland – für das gesamte Kreisgebiet hatte der heutige Leiter der Feuerwehr Ennepetal, Frank Schacht, noch in seiner vorherigen Tätigkeit als Chef der Rettungsleitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreises erarbeitet. „Erfahrungen gibt es zum Beispiel schon auf dem Radweg über die Bahntrasse zwischen Sprockhövel und Hattingen, berichtete Jörg Dörner. Dort habe sich „NOSIS“ bereits bewährt.

Wenn man anstrebe, die Stadt in Sachen Tourismus für Wanderer und Fahrradfahrer weiter nach vorne zu bringen, sei ein solches Notfallsystem hilfreich. Einheimische könnten sich in der Regel natürlich eher orientieren als Auswärtige.

Auch an Wanderparkplätzen

Lutz Spelsberg vom Fachbereich Stadtentwicklung und Bürgerdienste legte in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr die Standorte für die Schilder fest. Sie sind nicht zuletzt entlang des Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse nach Breckerfeld installiert, außerdem wurden die Hinweise auf den Wanderparkplätzen aufgestellt.

Finanziert wurde der Aufbau des Systems – ein Schild schlägt mit etwa 30 Euro zu Buche – jeweils von den Städten. Nach und nach kann das Netz der „NOSIS“-Hinweise noch ausgebaut werden.

 

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