Vorbilder und Vorreiter in Sachen Klimaschutz

Vorreiter und Vorbilder, was technische und gesellschaftliche Innovationen fürs den nötigen Wandel des Energiesystems anbelangt: die Preisträger
Vorreiter und Vorbilder, was technische und gesellschaftliche Innovationen fürs den nötigen Wandel des Energiesystems anbelangt: die Preisträger

Schwelm.  Der 22. Deutsche Solarpreis 2015 wurde in diesem Jahr erstmals in Schwelm verliehen. Die namhaftesten Köpfe der Branche der erneuerbaren Energien hatten sich hierzu in der Kulturfabrik des Ibach-Hauses versammelt. Bürgermeister Jochen Stobbe freute sich, diese in Schwelm begrüßen zu dürfen. „Die Frage des Klimawandels ist essentiell und betrifft unser aller Leben“, so Stobbe. „Jeder Bürger sollte so viel Energie sparen, wie nur möglich“, mahnte er weiter. Schwelm sei dabei auf einem guten Weg.

Ölverbrauch trägt zu Krisen bei

Der von Eurosolar e.V. initiierte Preis wurde in diesem Jahr erstmals an zehn Preisträger in neun verschiedenen Kategorien verliehen. Prof. Peter Droege, Präsident von Eurosolar, fand deutliche Worte für die Klimapolitik Deutschlands und der gesamten Welt. „Unser Ölverbrauch trägt zu den Krisen im Nahen Osten bei und hat die Flüchtlingsproblematik mit verursacht“, so Prof. Droege.

Auch der deutschen Autoindustrie stellte der Vorsitzende kein gutes Zeugnis aus: „Nicht wegen der Abgas-Schummelei, sondern, weil es noch nicht mehr Elektro-Fahrzeuge gibt.“ Die technischen Fähigkeiten sind in Deutschland allemal vorhanden. So würdigte Prof. Peter Droege die Arbeiten der Preisträger: „Ihre Arbeiten veranschaulichen, welche technischen und gesellschaftlichen Innovationen für einen erfolgreichen Transformationsprozess des Energiesystems nicht nur nötig, sondern bereits entwickelt und breit verfügbar sind.“

Klimawandel werden alle spüren

Das bestätigte auch Lothar Schneider, Geschäftsführer der Energie Agentur NRW, die die Preisverleihung gemeinsam mit Eurosolar präsentierte. „Diese Auszeichnungen dokumentieren die Leistungsfähigkeit von Spitzenforschung und Wissenschaft in NRW“, so Schneider. Er gab zu bedenken: „Wir werden alle die Auswirkungen des Klimawandels spüren.“

Das befürchtet auch Pro. Dr. Manfred Fischedick von der Universität Wuppertal. Er referierte zum Thema: „Energiewende in Deutschland – Statuts, Perspektive, Herausforderungen und Chancen aus wissenschaftlicher Sicht“. „Der Handlungsdruck ist enorm. Der Juli war der heißeste Monat aller Zeiten. Die größte Herausforderung ist es, die gesellschaftliche Akzeptanz zu steigern und eine politische Umsetzung zu schaffen“, so Pro. Dr. Manfred Fischedick. Das Bewusstsein für den Klimaschutz ist bei den Preisträgern besonders ausgeprägt. Viele von ihnen beschäftigen sich schon lange damit, etwas für die Umwelt tun zu können. Das würdigte auch WDR-Redakteur Ronald Feisel in seiner Laudatio auf die Preisträger. „Die Arbeiten der Preisträger zeigen, dass Deutschland weiterhin Vorreiter auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien sein kann“, sind sich alle Beteiligten einig.

 
 

EURE FAVORITEN