Voerder gehen musikalisch auf hohe See

Ennepetal..  Wenn der Frühschoppen bis in den späten Nachmittag geht, wenn die Sehnsuchtsorte Häfen und Meer in Voerde besungen werden, „Lieder, so schön wie der Norden“ erklingen und die Aula der Evangelischen Stiftung Loher Nocken rappelvoll ist, dann hat der Shanty-Chor Voerde zum „Ostfriesischen Frühschoppen“ eingeladen. So war es am Samstag.

Die rechte Einstimmung gaben Vater und Sohn. Michael Müller stand mit Filius Daniel auf der Bühne. „Sag Papa, warum bist Du ein Seemann?“ Das traf ins Herz des Publikums. Nach Willkommensgrüßen durch den Vorsitzenden des Shanty-Chors Voerde, Klaus Glenzke, sagte Bürgermeisterin Imke Heymann: „Seit mehr als 30 Jahren ist der Shanty-Chor ein hervorragender Botschafter der Stadt im In- und Ausland. Ob in den Niederlanden, auf Borkum oder in Hamburg, er ist ein gern gesehener Gast auf Konzerten oder Festivals.“ Dann ging es auch schon los.

Nur wenige Minuten benötigten die Gastgeber, und schon war fröhliche Stimmung im Saal. Aus der „Kajüte“ wurde alles serviert, was zum Ostfriesischen Frühschoppen zählt einschließlich Fischbrötchen. Die Noszeolie Singers vom Staatskanal aus den Niederlanden, brachten die Besucher ins Schunkeln, als sie von der „Kleinen Kneipe im Hafen“ sangen, eine Art „Shanty-Pop“ frei nach Peter Alexander. Der Shanty-Chor aus Landwehrhagen, einem Ortsteil der Gemeinde Staufenberg im Landkreis Göttingen, ließ unter anderem die kleine Möwe nach Helgoland fliegen.

Begeisterung und Zugabe-Rufe

Genau an der Grenze Niedersachsen/NRW liegt Bruchmühlen. Der dortige Shanty-Chor hat das Motto „Luv und Lee – Lieder der See“. Er singt schwermütige Arbeitslieder der Seeleute. Der Shanty-Chor aus Witten nahm Kurs auf Stimmung. Ein Schunkler folgte dem anderen. So vergingen die Stunden, und am späten Nachmittag hatte der musikalische Leiter der Voerder, Jürgen Schöneberg, noch einmal alles aufgeboten: „Wir sind Freunde der Meere“. Da stand der Chor auf der Bühne hinter einem Steuerrad und ließ das Publikum die eigene Begeisterung spüren. Es gab Zugabe-Rufe und der Klassiker der Voerder erklang: „Das Ave Maria der Meere“.

Bevor es zum großen Finale unter Leitung von Jürgen Schöneberg kam, dankte die stellvertretende Bürgermeisterin Anita Schöneberg, die selbst als Musikerin auf der Bühne stand, allen Akteuren, und überreichte gläserne Stadtwappen zur Erinnerung an den fröhlichen und langen Ostfriesischen Frühschoppen 2016. Es war der dritte des Shanty-Chors Voerde.

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