Vier Chaos-Tage durch den Brückenbau

Die Brückenelemente, die am nächsten Wochenende eingebaut werden sollen, liegen schon bereit.
Die Brückenelemente, die am nächsten Wochenende eingebaut werden sollen, liegen schon bereit.
Foto: Klaus Bröking

Gevelsberg.  Es ist der Ausnahmezustand. Für die Anwohner an der Königsburg werden es vier laute Tage und vor allen Dingen Nächte. Die Anlieger im Vogelviertel müssen mit einer Menge Verkehr vor ihrer Haustür rechnen. Und wer vom Börkey kommt, und in die Innenstadt will, der muss ganz, ganz viele Nerven mitbringen.

Am Hauptbahnhof wird niemand mit einem Zug weiter kommen. Beim Linien-Busverkehr gibt es ein riesiges Durcheinander. Der Grund für die Chaos-Tage: Das Bauunternehmen, das im Auftrag der Deutschen Bahn die Brücke an der Königsburg erneuert, will die neuen Elemente in der Zeit vom kommenden Donnerstag, 15. Oktober, bis Montag, 19. Oktober, einsetzen. Und dafür wird die Wittener Straße und die Teichstraße gesperrt.

„Es kommen Kettenbagger, Radlader, eine Dieselramme sowie diverse Kleinmaschinen zum Einsatz. Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht zu vermeiden“, nimmt die Bahn in einer Pressemitteilung von gestern kein Blatt vor den Mund und bietet „besonders betroffenen Anwohnern“ die kostenlose Unterbringung in einem Hotel an. Um den Zugverkehr so wenig wie möglich zu beinträchtigen, müssten die Bauarbeiten nämlich auch nachts durchgeführt werden.

Auch kein Zugverkehr

Aber nicht nur die Menschen, die direkt an der Baustelle wohnen, gehören zu den Betroffenen. Der Autoverkehr von und nach der Gevelsberger City wird über die Drosselstraße und Lerchenstraße umgeleitet. Dort gilt während der vier Tage ein Halteverkehr, weil der komplette Verkehr, der sonst auf der Wittener Straße rollt, durch das Vogelviertel muss. Weiter geht es dann durch Gassen wie Im Himmel und Am Schwarzen Weg. Die Sperrungen gelten ab Donnerstag, 15. Oktober, 16 Uhr, bis Montag, 19. Oktober, 5 Uhr morgens. Entsprechende Umleitungs- und Sperrschilder würden an der Heidestraße und an der Wittener Straße aufgestellt.

Die Bahn versichert, den „Baulärm auf das nötige Maß zu beschränken“ und bittet die von den Maßnahmen betroffenen Anwohner um Verständnis. Natürlich sind auch die Zugfahrer betroffen, nicht nur in Gevelsberg. Zwischen den Haltepunkten Wuppertal-Oberbarmen und Hagen-Hauptbahnhof wird von Freitag, 16. Oktober, 4 Uhr, bis Montag, 19. Oktober, 2.15 Uhr, ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Züge werden in dieser Zeit zwischen Oberbarmen und Hagen über die Ferngleise umgeleitet und halten nur in Schwelm und außerplanmäßig am Bahnhof Ennepetal/Gevelsberg. Für alle anderen Haltestellen wird, so die Bahn, der Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Ein kleiner Trost: Die Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke, die nicht zum ersten Mal zu einem Verkehrschaos geführt haben, sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Dann können sich die Verkehrsteilnehmer konzentriert über die Bauarbeiten am Vogelsang auf der ehemaligen B7 ärgern.

 
 

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