Theater im Haus Ennepetal: Das „Leo“ kommt

„Ach Egon: Mit der turbulenten Komödie von Heinz Erhardt wird das Leo-Theater um seinen Chef Thorsten Hamer (r., hier mit Marc Neumeister) an der neuen Spielstätte in Ennepetal starten.
„Ach Egon: Mit der turbulenten Komödie von Heinz Erhardt wird das Leo-Theater um seinen Chef Thorsten Hamer (r., hier mit Marc Neumeister) an der neuen Spielstätte in Ennepetal starten.
Foto: Andreas Winkelsträter

Ennepetal..  Das Wuppertaler Leo-Theater kommt nach Ennepetal – und das nicht nur für ein einmaliges Gastspiel. Das von Thorsten Hamer geführte Haus, das auf komödiantische Theaterstücke und Bühnenprogramme spezialisiert ist, wird bis auf weiteres im Haus Ennepetal seine neue Heimat finden. Am 4. November soll sich dort erstmals der Vorhang heben.

Grund für den Umzug ist, dass die bisherige Spielstätte in Langerfeld aufgrund strenger Brandschutzauflagen aufwendig umgebaut werden müsste. Das ist für das Theater finanziell nicht zu stemmen. 2009 hatte der mittlerweile deutschlandweit gefragte Schauspieler Thorsten Hamer das Leo-Theater gegründet. 2011 zog das immer weiter wachsende und mittlerweile professionell agierende Theater von der ersten Spielstätte in der Fleute in Langerfeld in eine ehemalige Werkskantine an der Öhder Straße um.

Umzugsgrund Brandschutzauflagen

Bis zu 300 Zuschauer hatten dort Platz. Aufgrund der Nutzungsänderung musste dafür allerdings ein neues Brandschutzkonzept erarbeitet werden – und dessen Umsetzung würde nun einen sechsstelligen Betrag kosten. Die Suche nach einer alternativen Spielstätte in Wuppertal blieb erfolglos.

Bei der Suche jenseits der Stadtgrenzen landete Thorsten Hamer schließlich in Ennepetal. Das kommt nicht von ungefähr, denn etwa 55 Prozent der Besucher des nahe der Schwelmer Stadtgrenze gelegenen Leo-Theaters kamen bisher ohnehin aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Im Haus Ennepetal kann das Drei-Bühnen-Konzept weiterhin umgesetzt werden.

Vereinbart sei das das Theater für Premieren und größere Veranstaltungen, beispielsweise für Firmenbuchungen, den großen Saal nutzen kann, erklärte Volker Külpmann, Geschäftsführer der städtischen Kluterthöhlen + Freizeit GmbH & Co. KG, die das Haus Ennepetal betreibt, gestern auf Anfrage unserer Zeitung. 600 Zuschauer, bei Öffnung des Hörsaalbereichs sogar 700, finden im Saal Platz. Für Aufführungen mit weniger Besuchern stehen die Tagungsräume 1 und 4, die 80 bzw. 120 Zuschauern Platz bieten, zur Verfügung. Für die Proben wird derzeit noch der bestmögliche Raum gesucht.

„In der Regel wird das Leo-Theater donnerstags bis sonntags im Haus Ennepetal spielen“, so Volker Külpmann. Die Terminplanung erfolge aber immer mit Rücksicht auf bereits gebuchte und kommende Veranstaltungen. „Für uns als Unternehmen bedeutet das eine höhere Auslastung durch die Vermietung“, freut sich Külpmann. Zudem werde das Haus Ennepetal insgesamt belebt, was auch den anderen Mietern – vor allem der Gastronomie – zugute komme. Zudem sehe er durch das Dauergastspiel des Theaters viel Potenzial für das kulturelle Angebot in der Stadt.

Details zum Spielplan und der Nutzung des Hauses Ennepetal wollen Thorsten Hamer, Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und Volker Külpmann Anfang übernächster Woche bekannt geben.

INFO:

Seine Ennepetaler Premiere wird das Leo-Theater am Montag, 4. November, um 20 Uhr mit dem Heinz-Erhardt-Stück „Ach Egon“ feiern. In Wuppertal lief es bereits mit großem Erfolg und war mehrfach ausverkauft.

Das Leo-Theater weist darauf hin, dass a lle bisher gekauften Karten für die Aufführungen sowie Gutscheine gültig bleiben.

 
 

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