Sture Peggy verweigert Geschäft beim Kuh-Bingo in Rüggeberg

So ein Pech: Glückskuh Peggy spielte beim Kuh-Bingo in Rüggeberg nicht mit. Der erwartete Fladen fiel nicht.
So ein Pech: Glückskuh Peggy spielte beim Kuh-Bingo in Rüggeberg nicht mit. Der erwartete Fladen fiel nicht.
Foto: WP
So ein Pech beim Kuh-Bingo in Rüggeberg: Peggy, die Glückskuh, machte nicht das, was von ihr erwartet wurde: einen schönen Fladen platzieren. Dabei gilt sie als erfahrene Rampensau und schreitet mit ihrem Gewicht von 800 Kilogramm auch vor viele Zuschauer. Doch das Tier hat einen eigenen Kopf, einen Sturkopf.

Ennepetal.. Beim 2. Kuh-Bingo, diesmal auf der Kirchwiese in Rüggeberg, stand Peggy im Mittelpunkt. Doch genau wie vor zwei Jahren auf dem Gut Braband in Voerde, machte auch diesmal die auserwählte Kuh nicht das, was sie sollte: einen schönen Fladen platzieren.

315 Kästchen waren die „Zielscheiben“ auf der Wiese, vom Vermessungs-Ingenieur Timo Schemmann angelegt. Ein Kästchen, ein Quadratmeter. Rund 120 Zuschauer verfolgten den Spaß, unter ihnen Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, der stellvertretende Bürgermeister Manfred Drabent, CDU-Fraktionschef Daniel Heymann und Stadtrat Stefan Mayer-Stoye (Bündnis 90/Die Grünen).

Peggy sucht Nähe der Menschen

Peggy zeigte schon, dass sie Menschen mag. Immer wieder suchte sie die Nähe der Zuschauer, sie ließ sich auch manchmal mit Gras und Möhren fort locken, hatte aber eine Lieblingsecke. Dort stand der Vorsitzende des Fördervereins der Ev. Kirche Rüggeberg, Stadtrat Jens Knüppel (Freie Wähler). Für Moderator Tom Hoppe (Chefredakteur Radio Ennepe-Ruhr) ist Jens Knüppel ein „Kuh-Flüsterer“, hat er doch auf dem Hof Kalthaus ein Praktikum absolviert.

Aber auch Knüppels Aura löst bei Peggy kein Müssen aus. Rechtsanwalt Frank Oberdorf als Schiedsrichter hatte nur wenig zu klären. „Darf Peggy auch mit einer Maispflanze am Hinterteil gestreichelt werden?“ Jürgen Burggräf durfte. Nutzte aber nichts. Landwirt Dirk Kalthaus musste hin und wieder an der Leine ziehen, denn Peggy wollte das Feld verlassen. Spielverderben ging aber gar nicht. Nach einer Stunde Kuh-Begucken ging es in die halbstündige Verlängerung. Aber auch da blieb Peggy stur, obwohl Tom Hoppe schon deutlicher wurde: „Es muss doch etwas aus der Pforte des Glücks kommen!“

Entspannte Kuh lässt nichts fallen

Dirk Kalthaus sprach von einer entspannten Kuh, die immerhin schon vier Kälbchen gebar und jeden Tag rund 37 Liter Milch produziert. Nur eben in Rüggenberg tat sie das eine nicht, zumindest nicht vor Publikum. Die letzten Sekunden wurden angezählt. Tom Hoppe: 10, 9,... 2,1, Scheiße!“ Die gab es zwar nicht, aber die Veranstaltung war beendet. Martin Dörr, der auch im Namen seines Mitveranstalters Oliver Dunker sprach, sagte: „Vielleicht nehmen wir das nächste mal zwei Kühe oder ein Pferd!“

Einen Gewinner gab es dennoch. Der Förderverein der Ev. Kirchengemeinde Rüggeberg bekommt jetzt den Erlös aus dem eingezahlten Losgeld: 805 Euro.

 

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