Streit in der Nachbarschaft zieht Kreise

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Schwelm..  Ob an der Theke, beim Bäcker oder in sozialen Netzwerken: Kein Thema beschäftigt die Schwelmer derzeit so eingehend wie der Zwist in der Nachbarschaft Heimatfreunde Loh nach dem Rauswurf zweier ehemaliger Obernachbarn und eines Ex-Geschäftsführers. Der Vorwurf, der über allem schwebt: Die jetzige Situation sei eine lange geplante Übernahme der Nachbarschaft, um diese für rechtspopulistische Zwecke zu nutzen. Der neue Vorstand wehrt sich dagegen entschieden. Anwälte sind hüben wie drüben eingeschaltet.

Dünne Beweislage

In einer Sache sind sich alle einig: Das Theater ist schlechte Werbung für die Brauchtumshüter und den nachbarschaftlichen Gedanken. Die Diskussionen schwappen auch in die anderen Nachbarschaften, werden Thema auf den Jahreshauptversammlungen. Einige wollen sich auch öffentlich gegen den neuen Vorstand am Loh stellen. Problem: Die Beweislage ist dünn und vor allem auf Facebook werden von beiden Seiten nicht belegbare Dinge zu Wahrheiten erhoben.

Was nun? Viele Nachbarn und Schwelmer Bürger sehen die Dacho in der Pflicht, sich an dieser Stelle einzuschalten. Deren 1. Vorsitzende, Christiane Sartor, wurde gestern operiert, ihr Stellvertreter Enzo Caruso war auf Geschäftsreise.

Eine offizielle Stellungnahme der Dacho ist demnach erst in der kommenden Woche zu erwarten. Nach Informationen dieser Zeitung hat der Dacho-Vorstand Kontakt zur neuen Chefetage der Heimatfreunde Loh aufgenommen. Oberstes Ziel der Dachorganisation sei es, dass sich die Nachbarschaften aus der Politik heraushalten. Das weitere Vorgehen in der Angelegenheit Loh soll zeitnah abgestimmt werden.

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