Stiftung dankt Autoren Klaus-Peter Schmitz

Michael Treimer (rechts) dankte Klaus-Peter Schmitz.
Michael Treimer (rechts) dankte Klaus-Peter Schmitz.
Foto: WP
Die Wilhelm-Erfurt-Stiftung für Natur und Kultur hat Heimatforscher Klaus-Peter Schmitz für dessen Buch „Die Zeit des Nationalsozialismus in Schwelm“ gedankt. Für 500 Euro sollen nun neue Exemplare gedruckt und an die weiterführenden Schulen verteilt werden.

Schwelm..  Sein Buch: Unbedingt empfehlenswert. Sein Beitrag zur Aufarbeitung der Stadtgeschichte: Von großer Bedeutung. Die Wilhelm-Erfurt-Stiftung für Natur und Kultur dankt Heimatforscher Klaus-Peter Schmitz für sein Buch „Die Zeit des Nationalsozialismus in Schwelm“. Es sei wichtig, couragiert und wegweisend.

Das Buch sei „ein Werk von großer Aussagekraft, insbesondere für die Bürger unserer Stadt“, erklärte Michael Treimer als Vertreter der Stiftung. Die Auszeichnung erfolgte am Montag im Rahmen der jüngsten Zusammenkunft der Seniorenrunde in St. Marien, wo Schmitz und Treimer gemeinsam einen Vortrag über die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz in Schwelm hielten.

Gespräche mit Zeitzeugen

In der Dankesrede führt die Wilhelm-Erfurt-Stiftung aus: „Mit weit gespannten Recherchen im Stadtarchiv, durch Lektürestudium und in Gesprächen mit Zeitzeugen hat der Autor ein Thema aufgearbeitet, das noch heute nicht jeder Deutsche in seinem engsten Umfeld durchleuchtet wissen möchte.“

Klaus-Peter Schmitz‘ größtes Verdienst bestehe darin, aufzuzeigen, „wie die mörderische Ideologie des Nationalsozialismus, die zum Weltenbrand mit Abermillionen ermordeter Menschen geführt hat, in ganz normalen Familien Fuß fasste, um sich griff und mit allen Konsequenzen gelebt wurde“.

In der Danksagung heißt es weiter: „Geschichte wird plötzlich fühlbar. Wir vollziehen beinahe körperlich nach, wie Bürger in der Zeit des Nationalsozialismus‘ bis in kleinste private Lebenswinkel hinein durchleuchtet wurden, wie sie kontrolliert, domestiziert, instrumentalisiert und verfügbar gemacht wurden – und dies geschehen ließen.“

In Schmitz Buch werde der „ungeheure Einsatz einer unablässigen NS-Propaganda, der radikale und von Anfang an auch physisch brutale Umgang der Nationalsozialisten mit ihren Mitmenschen“ spürbar.

„Spürbar werden auch Schmerz und Trauer jener wenigen wehrhaften und aufrechten Schwelmerinnen und Schwelmer, die Widerstand leisteten und doch ohne Chance blieben, weil sich zu viele anpassten und arrangierten.“

Schmitz selbst bezeichnete sein Buch bei der Veröffentlichung im Juni vergangenen Jahres als „ein Mahnmal gegen das Vergessen. Es ist wichtig, dass wir erkennen, dass unsere Zukunft Erinnerungen braucht“.

Die Wilhelm-Erfurt-Stiftung zeichnet Schmitz mit einem Geldbetrag in Höhe von 500 Euro aus. Von dem Geld sollen Exemplare unter anderem für Schwelms weiterführende Schulen gedruckt und angeschafft werden.

 
 

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