Stadt-Mitarbeiter sprengen illegale Verkaufsveranstaltung

Foto: dpa
"Geschäftsaufgabe! Wir verschenken die letzte Ware an unsere treuesten Kunden!" So ähnlich warb eine niederländische Firma für eine Verkaufsveranstaltung in Ennepetal. Was der Veranstalter nicht wusste: Zwei Mitarbeiter der Stadt hatten sich "undercover" eingeschleust — und die illegale Runde gesprengt.

Ennepetal. Zwei Mitarbeiterinnen der Stadt Ennepetal waren „undercover“ unterwegs und verhinderten dadurch eine illegale Verkaufsveranstaltung in Ennepetal. Wie die Stadt berichtet, hatte eine Bürgerin aus Gevelsberg einige Tage zuvor eine ihr seltsam vorkommende Einladung zu einer Veranstaltung in einer Ennepetaler Gaststätte erhalten und diese an die Ordnungsbehörde weitergeleitet.

Anlässlich einer „Geschäftsaufgabe“ sollte noch vorhandener Warenbestand des Veranstalters an treue Kunden verschenkt werden. Ein kostenloses Mittagessen, eine Tombola mit tollen Preisen und ein Lebensmittelpaket wurden zusätzlich versprochen.

Aber hinter der Einladung verbarg sich jedoch eine Firma mit Sitz in den Niederlanden. Masche der Firma ist es, überwiegend ältere Bürger persönlich anzuschreiben und mit Geschenken in die Veranstaltung zu locken, um dort überteuerte Produkte zu verkaufen.

Die zwei städtischen Mitarbeiterinnen nahmen als Mutter und Tochter getarnt an der Veranstaltung teil. Vor Ort wurden die Besucher von zwei Handelsvertretern begrüßt — im Gesellschaftsraum waren bereits Kosmetikprodukte zum Verkauf aufgebaut. Die Veranstalter boten eine dreitägige Fahrt im Sommer nach Goslar an.

Daraufhin gaben sich die Ordnungskräfte zu erkennen und lösten die Veranstaltung auf. Weil das Verkaufspersonal die gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen nicht vorweisen konnte, wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Der Fachbereich „Allgemeine Bürgerdienste“ bittet die Bürger und Gastwirte, dubiose Einladungen und Anfragen an die Stadt Ennepetal weiterzuleiten: 02333/979259

 
 

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